Yellowstone – Winter der Bisons (1plus)

30. Dezember 2009 von  
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Es war im Winter 1807, als ein Trapper auf der Suche nach wertvollen Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang. Was er dort an den Ufern des Yellowstone River entdeckte, war ein Stück unberührte Natur, eine vergessene Welt. 65 Jahre später, 1872, wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt dem allerersten der Welt. Amerikas beste Idee, sagen einige, weil sie den Grundstein legte für den Naturschutzgedanken. Der Yellowstone Nationalpark ist größer als so mancher Bundesstaat der USA und geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis: Im Winter sorgt vulkanische Aktivität im Untergrund für offene Wasserstellen während die Landschaft ringsum bei 40 Grad unter null in Frost und Kälte erstarrt. Bison und Bär, Wolf und Wapiti, Otter und Biber sie alle finden noch Rückzugsgebiete im größten intakten Ökosystem der gemäßigten Breiten. Ein Leben allerdings, das geprägt ist vom Wechsel der Extreme. Über ein halbes Jahr liegt der Park unter einer Schneedecke, die bis zu 15 Meter hoch werden kann, und einer dicken Eisschicht. Wie kommen die Tiere mit diesen extremen Lebensbedingungen zurecht? Der meterhohe Schnee macht die Wege mühsam und Energie verzehrend für Wapitis und Bisons, zu fressen gibt es so gut wie nichts. Füchse jagen Mäuse unter Schnee, Otter suchen über Kilometer eine offene Wasserstelle, in der sie fischen können. Nur die Wölfe kommen in dieser Zeit auf ihre Kosten, denn ihre Beutetiere werden im Lauf des Winters immer schwächer. Linderung schaffen nur die heißen Quellen und Geysire, die dem Yellowstone Park sein unverwechselbares Gesicht geben.