Grand Canyon: Überflüge neu geregelt

31. Juli 2012 von  
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Eine Bestimmung in der Highway Bill, die am 29. Juni vom US-Senat verabschiedet wurde, hat die Bemühungen des Grand Canyon National Park, die natürliche Ruhe der Natur im Park zu erhöhen, gedämpft.

Eine offizielle Stellungnahme der US-Senatoren John McCain (Republikaner, Arizona) und Jon Kyl (Republikaner, Arizona) wurde in Bezug auf diese Bestimmung hinsichtlich der Grand Canyon Überflüge freigegeben.

„Wir sind mit den Bestimmungen zu den Überflügen in der Vereinbarung sehr zufrieden. Sie verlangt von Fluggesellschaften, Technologien zur Lärmminderung zu installieren und beendet endgültig eine langwierige Debatte darüber, was „ruhig“ im Grand Canyon Nationalpark bedeutet. Diese Gesetzgebung vereitelt auch einen aktuellen Vorschlag der Obama-Administration, bis zu 77 Prozent des Parks für den touristischen Luftverkehr zu sperren, was Hunderte Arbeitsplätze im Tourismus vernichtet hätte. Dieser Plan war zutiefst fehlerhaft und hätte ein einzigartiges Sightseeing-Erlebnis stark eingeschränkt.

Mit dem Flugzeug über dem South Rim. Foto: Ralph Kaiser

Glücklicherweise sorgt diese Bestimmung dafür, dass die Besucher, die sonst nicht in der Lage sind, den Grand Canyon zu erkunden – vor allem ältere Menschen, Behinderte und die invaliden Soldaten unserer Nation -, auch weiterhin den Canyon in einer der einzigartigsten Betrachtungsarten erleben können. Die atemberaubende Schönheit des Grand Canyon sollte allen zugänglich sein, überall und jederzeit, und nicht weggesperrt werden für eine kleine Gruppe Aktivisten, die absolute Ruhe fordern.“

Der Entwurf des Plans, der die Lärmbelastung am Grand Canyon durch Air-Tour Flüge adressiert und vom National Park Service thematisiert wurde, zielt darauf ab, die natürliche Ruhe auf dem Boden wieder herzustellen, gleichzeitig aber einen erhöhten Flugverkehr über dem Canyon zu erlauben.

Der Plan würde 8.000 zusätzliche Flüge über den Canyon pro Jahr erlauben (dann insgesamt 65.000), während zur gleichen Zeit einige Routen von sensiblen Kultur-, Natur- und Besucherbereiche des Parks wegbewegt würden. Außerdem würde eine tägliche Obergrenze von maximal 364 Flügen über den Canyon pro Tag festgelegt.

Der National Parks Overflights Act von 1987 verlangt einen Überflugplan. Bevor der Park Service seinen Vorschlag einbrachte musste definiert werden, was eine „natürliche Ruhe“ ist. Laut Sprechern des Parks wird die „natürliche Ruhe“ der Natur erreicht werden können, wenn 50 Prozent des Parks vom Fluglärm täglich für 75 bis 100 Prozent des Tages verschont bleiben.

Der Plan würde die meisten Nicht-Air-Tour-Operationen außerhalb des Parks verlegen, die Luft-Reiseveranstalter veranlassen, innerhalb von 10 Jahren auf emissionsarme Technologien umzurüsten und für eine Stunde der flugfreien Zeit nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang jeden Tag zu sorgen.

Viele Menschen erleben den Grand Canyon von oben, und deshalb haben Parkmitarbeiter versucht, Wachstumschancen für die Flugindustrie zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig noch den Schutz und die Schonung der Ressourcen des Parks zu wahren.

Während lärmschonende Technologie nach 10 Jahren obligatorisch sein wird, gibt es Anreize in dem Plan für diejenigen, die bereits frühzeitig umrüsten. Die beinhaltet Zugang zu einigen eingeschränkten Flugzonen. Jeder Flugveranstalter hat eine bestimmte Anzahl von Genehmigungen zu fliegen. Eine Genehmigung, eine so genannte Zuweisung (allocation), ist für jeden Flug notwendig.

Quelle: http://grandcanyonnews.com/Main.asp?SectionID=1&SubSectionID=1&ArticleID=9972 10.07.2012