Moab: Fracking-Versuche nahe Dead Horse Point und Canyonlands

8. Dezember 2014 von  
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Ein Energieunternehmen aus Moab testet ein neues Frackingverfahren in seinem Ölfeld außerhalb des Canyonland National Parks und des Dead Horse Point State Parks. Die experimentelle Methode, bei der Öl anstelle von Chemikalien in den Untergrund gepumpt wird, hat bereits Umweltschützer auf den Plan gerufen, die eine Industrialisierung der landschaftlich reizvollen und schützenswerten Landschaft befürchten.

Ende November hat die Fidelity Exploration and Production Co. Flüssigkeiten in eine Quelle nahe des Dead Horse Point in der Hoffnung gepumpt, damit ihren Ausfluss zu stimulieren.

Ölquelle nahe des Dead Horse Point State Park. Foto: energy.utah.gov

Ölquelle nahe des Dead Horse Point State Park. Foto: energy.utah.gov

Die Hydrocarbon Formation außerhalb von Moab, Paradox Basin genannt, enthällt natürlich auftretende Risse und Verwerfungen, die durch Wasser beschädigt werden können, sagt Tim Rasmussen, Sprecher des Unternehmens. „Wir müssen eine Flüssigkeit finden, die einerseits das Reservoir nicht beschädigt und andererseits umweltverträglich ist“.

Umweltschützer wie Bill Love befürchten, dass die eingesetzten Flüssigkeiten aus der Quelle austreten und in einen der zwei nahegelegenen großen Flüsse gelangen könne, die durch zwei National Parks und zwei National Recreation Areas fließen und Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgen. „Der BLM hat keine Umweltverträglichkeitsstudie gemacht. Der National Park Service muss eine Studie machen“, sagte Love, ein Mitbegründer der Canyon Country Coalition for Pipeline Safety.

Quelle: http://www.sltrib.com/news/1856286-155/moab-energy-company-testing-fracking-method 23.11.2014

Death Valley: Gebäude des Furnace Creek Inn abgebrannt

8. Dezember 2014 von  
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Am 05. Dezember ist in Furnace Creek im Death Valley ein Haus niedergebrannt. Gegen 18:30 Uhr ist das Feuer entstanden und hat die historische Furnace Creek laundry facility, die sich neben dem Furnace Creek Inn befindet und wo die gesamte Wäsche des Resorts gewaschen wird, komplett zerstört. Farabee’s Jeep Rental wurde leicht in Mitleidenschaft gezogen. Verletzte gab es keine.

Ausgebranntes laundry building des Furnace Creek Inn. Foto: Freedom America

Ausgebranntes laundry building des Furnace Creek Inn. Foto: Freedom America

Brandermittler aus dem Inyo County Sheriffs Office wurden hinzugezogen, um die Ursache herauszufinden. Gerüchteweise könnte ein Gastrockner der Auslöser gewesen sein. Ein Bewohner hat durch den Brand seine gesamten Besitztümer verloren.

Quelle: http://www.desertusa.com/dusablog/fire-furnace-creek-area-death-valley-national-park.html 05.12.2014
Quelle: https://www.facebook.com/freedom.america.79 05.12.2014

Wanderung | Hike – Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

21. November 2014 von  
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Das Abenteuer beginnt um 6 Uhr, die Sonne hat diese Hemisphäre noch nicht ganz erreicht. Wir sind bereits jetzt ziemlich durchgefroren, da die Heizung im Zimmer irgendwie nicht anspringt und draußen hat es momentan nur 35 Grad Fahrenheit, was dem Gefrierpunkt verdammt nahe kommt. Nur der Kaffee, den wir uns noch auf dem Zimmer gönnen, wärmt punktuell.

We hit the road at 7 o’clock. Stilecht, aber sicher auch durchgefroren, fährt ein Harleyfahrer durch die Gebirgslandschaften, die erst nach und nach vom Schein des Planeten erreicht werden. Der Rio Grande scheint auch zu frieren, denn er erweckt den Eindruck, wie wenn er besonders schnell weiter möchte. Nach 15 Meilen das ersehnte Schild „Pool Table Road“. Sie führt uns nach oben immer dem Himmel entgegen. Die gut zu befahrbaren 10 Meilen bis zur Hanson Mill schlängeln sich durch kleine Wälder und über weite Berghänge. Als wir in zunehmender Höhe der leuchtenden Sonne entgegen kommen, eine Vollbremsung! Der tiefstehende Planet leuchtet direkt auf meine Windschutzscheibe und nachdem die alles andere als sauber ist, kommt die Weiterfahrt einem Blindflug gleich. Gemächlich und teilweise auf gut Glück geht es dann trotzdem voran und Gott sei Dank blenden die Bäume bald die Sonne wieder ab.

Wir sind an der Hanson Mill, das Thermometer zeigt inzwischen 39 Grad, und stehen mitten im Rio Grande National Forest. Die Dirt Road 600, die hinauf führt, ist wie gestern und 2008 geschlossen. Wir werden feststellen, dass die Straße den Namen nicht verdient und es mit einem Mietauto vermutlich fahrlässig blöd wäre, das Teil zu befahren. Es stellt sich nur die Frage, warum es nicht unten an der Abzweigung angeschlagen ist. Man könnte sich doch die 10 Meilen sparen. Egal, wir packen jetzt unsere Rucksäcke, schnüren die Bergschuhe und machen uns auf den Wheeler Area Trail 790.

Die ersten beiden Kilometer führt der Weg bergab durch einen Zauberwald. Der Wind rauscht durch die Wipfel und das Knarren der Bäume erzeugt eine unheimliche Atmosphäre. Erst dann wird das Gelände offener und weiter. Der Blick richtet sich hinunter in den East Bellows Creek. Es ist kein Boden auszumachen, aber das Wasser rauscht laut und gewaltig und nach einem Blick auf die topographische Landkarte wird klar, dass wir diesen Bach überqueren müssen. Nach 3,5 Kilometern führen Serpentinen tatsächlich ans Wasser, das hier zwischen 3 und 5 Meter breit ist. Es sieht auch nicht so aus, als ob eine Lavaquelle das Nass geheizt hätte und nach ein wenig hin und her die Erkenntnis: Es hilft nichts, – Augen zu und durch! Wir hetzen durch das Wasser, das bis zu den Knien reicht. Auf der anderen Seite leeren wir unsere Schuhe und winden die Strümpfe aus. Lustig war ’s und die weiße Hornhaut zeugt von einem kleinen Kälteschock. Aber nach ein paar Schritten wärmt sich der Fuß auch wieder auf und so stapfen wir frohen Mutes bis zum Canon Nueve. Der Bach biegt nach rechts ab und der Trail nimmt die entgegengesetzte Richtung nach Nordwesten. Nun geht es hinauf auf den Silver Park und nach 5,4 Kilometern in dieser mächtigen Natur begegnet uns unnatürliche Kunst. Ein paar Unerschrockene haben hier einen Riesenhoodoo aus Steinen errichtet; da war wohl jemandem sehr langweilig.

Nach sechseinhalb Kilometern erreichen wir wieder den Wald. Der Trail wird flach, aber der Boden ist ziemlich nass, so dass fortwährend Umgehungen für trockene Füße sorgen müssen. Wir sind inzwischen auf über 11.300 Fuß, also bald auf 3.500 Meter. Das Atmen fällt uns in dieser Höhe zunehmend schwerer, der Druck auf den Kopf wird spürbar. Über eine weite Hochebene erreichen wir nach 9,8 Kilometer – wir sind jetzt drei Stunden unterwegs – die Dirt Road 600, die von unten herauf in einem großen Rechtsbogen, also unendlich länger als der Trail, nach oben führt. Der Augenschein stellt fest, dass diese Strecke nur noch durch ein Quad befahrbar ist, obwohl überall versucht wurde, die tiefen Löcher mit schweren Ästen zu minimieren.

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Es geht wieder bergab, immer die Dirtroad und der Waldgrenze entlang. Nach 11 Kilometern führt die Strecke ins Unterholz; Baumstämme blockieren den Weg und ein paar hundert Meter weiter der Hammer! Erster Sichtkontakt, durch die Bäume hindurch, mit der Wheeler Geologic Area, die auch als Wheeler Monument bekannt ist. Meilenweit nur Wald und Wiesen und dann auf einmal so eine Felsenlandschaft. Man kann es kaum beschreiben. Wir haben schon viel, aber noch nichts ähnliches gesehen.

Nach 11,65 Kilometer ist die Road zu Ende und der Trail geht nun ziemlich bergauf. Nach 12,3 Kilometern beginnt der sogenannte Wheeler Loop, ein Rundweg um das Monument herum. Wir gehen nach links und verlassen kurz darauf den Trail und damit den Wald zum ersten Viewpoint. Wir stehen plötzlich mittendrin in dieser zauberhaften Landschaft mit Zwergen, Hoodoos, Wellen und Zelten. Uns fehlen die Worte. Nur der Fotoapparat macht Lärm. Außerirdische haben hier ihre Eier abgelegt, die sich fast wie Tannenzapfen schuppen. In Reih‘ und Glied stehen sie senkrecht und warten nur darauf, dass E.T. sie abholt.

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Bis jetzt hatten wir Glück mit der Sonne, aber es kommen dicke Wolken bedrohlich nahe, als wir den zweiten Viewpoint erreichen. Aber das Licht hat uns auch hier den Gefallen getan. Wir haben es unterstützt indem wir mit einem kleinen Berglauf die Zeit bis zum nächsten Fototermin verkürzten. Hier steht eine Bank und lädt zum Verweilen ein. Aber wir haben noch keine Zeit, denn wir müssen noch etwas weiter zum 3. Viewpoint. Und so stehen wir jetzt nach gut 13 Kilometern auf schneeweißem Felsen und blicken hinunter in die unbeschreibliche Geologie.

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Zurück am zweiten Viewpoint erwartet uns die Bank und die Sonne. Überglücklich staunen wir das Monument an. Extraterrestrische Eier, Säulen und Tore, die der verlassenen Felsenstadt Petra in Jordanien in nichts nachstehen, graue Felsen, die ein Indianerdorf respektive deren Zelte nachgebildet haben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nur die Zeit tut es, denn der Rückweg dürfte vermutlich weitere 4 Stunden in Anspruch nehmen.

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Und so war es dann auch. Zu allem Überfluss hat es auch noch kurz geregnet, aber als wir die letzte Steigung nach der Wasserdurchquerung angegangen sind, ist ein Ende abzusehen. Aber das muss jetzt auch her, denn wir sind schon ziemlich Kroki. Es waren weniger die Höhenunterschiede, als die Wanderhöhe selbst, die immer über 3.150 bis zu 3500 Metern lag, die uns etwas fertig machten. Na ja, – 26 Kilometer ist ja auch nicht sehr kurz für eine Bergwanderung. Aber die Temperatur mit durchschnittlich 65 Grad war perfekt. Und so stehen wir jetzt endlich wieder vor unserem Auto, trinken Eistee, ich rauche gemütlich eine Zigarette und wir beide sind noch immer hin und weg von der Landschaft dort oben.

Das und vieles mehr gibt es im Reisebericht 2014 – Wheeler

Weitere Bilder gibt es hier

Hikebeschreibung in der USA Hiking Database – mit allen GPS-Daten versteht sich

Südwesten: Schwere Überschwemmungen

9. September 2014 von  
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Die Überreste eines Hurrikanes über dem Pazifik haben in den Wüstenregionen des Südwestens schwere Überschwemmungen hervorgerufen. Besonders Phoenix und Tucson sind betroffen, aber auch Teile von Südkalifornien.

In Phoenix hat der Regen Freeways in Seen verwandelt und zur Schließung von Highways, Straßen und Schulen in der gesamten Region geführt. Dem Sturm voraus ging ein Sandsturm (Haboob), der die Sicht in der Stadt auf nahezu Null reduzierte. In Tucson starb eine Frau als ihr Wagen von den Wassermassen weggespült und an einer Brücke eingeklemmt wurde.

Interstate 10 in Phoenix. Foto: ABC15

Interstate 10 in Phoenix. Foto: ABC15

Der Montag war der regenreichste einzelne Tag in der Geschichte von Phoenix seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1895. In drei Stunden fielen 86 Millimeter Niederschlag. Der monatliche Durchschnitt beträgt 16 Millimeter. Weiterer Regen wird in der Nacht und am frühen Dienstag erwartet.

Governeur Jan Brewer hat angeordnet, dass alle nicht zwingend im Dienst erforderlichen staatlichen Bediensteten am Montag zu Hause bleiben sollen. Gleichzeitig rief sie „für alle betroffenen Gebiete den Notstand wegen schwerem Regen und Überschwemmungen aus“.

Verursacher der starken Regenfälle waren die Überreste von Hurrikane „Norbert“, der in Mexiko an Land gegangen war. Über die Baja California konnten jedoch größe Niederschlagsmengen in die Wüstenregionen des Südwestens gelangen. Solche Tropenstürme ereignen sich nur alle fünf bis zehn Jahrre in Arizona und führen zu langanhaltendem, ausgedehnten Niederschlägen. Monsunregen sind im Vergleich hierzu kürzer und lokal isolierter.

Das Sturmsystem brachte einen seltenen, kurzen Regen in Los Angeles und Teilen von Südkalifornien sowie größere Niederschlagsmengen in der Wüste und den weiter landeinwärts gelegenen Regionen. Bei Palm Springs wurden am Montag Morgen über 40 Rettungseinsätze verzeichnet, die mit dem Regen zu tun haben. Mindestens eine Schule musste wegen Überschwemmung evakuiert werden, berichtet die Desert Sun. Der sich langsam bewegende Sturm ließ in einigen Gebieten die Stromversorgung ausfallen und führte zu einem Verkehrschaos auf dem stark frequentierten Interstate 10.

Der Sprecher von California Highway Patrol, Mike Radford, sagte, der Regen hinterlasse „Tonnen von Geröll“ auf den Highways und überschwemme Nebenstraßen im gesamten Coachella Valley. „Das ist definitiv einer der schlimmsten Stürme, die ich je gesehen habe.“

Am Montag Nachmittag bestend noch für Teile der fünf Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah und Colorado eine Warnung vor Überschwemmungen, so der National Weather Service.

Quelle: http://www.usatoday.com/story/weather/2014/09/08/phoenix-arizona-rainfall-flooding/15284743/ 08.09.2014

Yosemite: Waldbrand nahe Half Dome

8. September 2014 von  
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Ein Waldbrand im Yosemite National Park ist am Sonntag überraschend stark expandiert. Das am 20 Juli 2014 vermutlich durch einen Blitzschlag ausgelöste Meadow Fire im Little Yosemite Valley östlich des Half Dome umfasste bis vergangenen Donnerstag nur 7,6 Hektar. Am Sonntag Nachmittag breitete sich jedoch ein vermutlich bislang unbekannter Brandherd dieses Buschbrandes so schnell aus, dass es sogar aus dem Weltraum gesehen werden kann.

Meadow Fire im Little Yosemite Valley. Foto: NPS

Meadow Fire im Little Yosemite Valley. Foto: NPS

Das Feuer hat zur Schließlung mehrerer Wanderwege geführt, darunter alle, die an der Fallkante des Nevada Fall beginnen sowie die im Sunrise Lake Gebiet. Ebenfalls geschlossen sind die Merced Lake und Sunrise High Sierra Camps, Clouds Rest und Echo Valley. Der Park selbst und alle Einrichtungen im Yosemite Valley bleiben bis auf weiteres geöffnet.

Sieben Helikopter, drei Wassertankflugzeuge und sechs Feuerwehrelitetrupps sind im Einsatz. Der Brand in 2.100 Metern Höhe wird komplett bekämpft und nicht wie oft üblich nur kontrolliert. Um 20 Uhr am Sonntag sagte ein Sprecher des Parks, das Feuer umfasse 2,8 Quadratkilometer (283 Hektar).

Etwa 100 Personen mussten aus dem Little Yosemite Valley evakuiert werden, meldet die Los Angeles Times. Vermutlich über 50 Wanderer mussten per Helikopter vom Half Dome evakuiert werden, wobei nicht klar ist, ob deren Zahl in den genannten 100 enthalten ist.

Allgemeine Informationen zum Yosemite National Park, seinen Sehenswürdigkeiten sowie Reiseberichte findet Ihr auf Yosemite Nationalpark – Wasserfälle, Mammutbäume und Granitfelsen. Besonders interessant ist derzeit der Blick auf die Webcams des Parks, die ebenfalls über diese Adresse einsehbar sind.

Quelle: http://www.nps.gov/yose/blogs/Meadow-Fire.htm 07.09.2014
Quelle: http://www.huffingtonpost.com/2014/09/07/half-dome-evacuated-yosemite-wildfire_n_5781684.html 07.09.2014
Quelle: http://wildfiretoday.com/2014/09/08/meadow-fire-yosemite-national-park/ 08.09.2014

San Francisco: Starkes Beben erschüttert Bay Area

24. August 2014 von  
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Ein Erdbeben der Stärke 6.1 hat heute morgen um 03:20 Uhr Ortszeit die Bay Area in Kalifornien erschüttert. Das Epizentrum lag 4,8 Kilometer nordwestlich des American Canyons im Napa County am nördlichen Ende der Bay in einer Tiefe von 10,7 Kilometern. In ganz Nordkalifornien konnten die Erdstöße gespürt werden, die rund 25 Sekunden andauerten und stark genug waren, um Bilder von den Wänden und Gegenstände aus Regalen fallen zu lassen.

Erdbeben vom 28.08.2014. Foto: USGS

Erdbeben vom 28.08.2014. Foto: USGS

89 Personen werden bzw. wurden im Krankenhaus mit geringeren Verletzungen behandelt, zwei Erwachsene und ein Kleinkind befinden sich in kritischem Zustand. An Gebäuden sind einige Schäden entstanden. Das historische Sam Kee Laundry Building (Pfeiffer Building) in Napa wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen, ein Teil des Gebäudes ist kollabiert. Zahlreiche weitere Gebäude in Napa zeigen deutliche äußere Schäden. In einem mobile home Park ist Feuer ausgebrochen. Die California Highway Patrol hat den westlichen Abzweig von State Highway 37 und westlichen Abzweig von Interstate 80 auf State Highway 37 wegen möglicher Schäden gesperrt. Ebenfalls beschädigt sind Highway 121 und Highway 129 in Napa. Wasserrohren und Gasleitungen sind geborsten.

An den Brücken der Bay Area gibt es keine sichtbaren Schäden, sie bleiben geöffnet. In San Francisco sind über 50.000 Bewohner ohne Strom, im ganzen Gebiet gibt es weitere Stromausfälle. Ein Kirchturm in Vallejo ist eingestürzt. Ein Safeway in Sonoma ist ohne Strom, die Angestellten wurden evakuiert. Dort hatte das Beben besonders starke Auswirkungen denn das Gebäude befindet sich auf aufgeschüttetem Land. Im Contra Costa County wurde das Beben als lange, rollende Bewegung wahrgenommen, mit einigen heftigen Schlägen. Menschen in der South Bay meldeten, von dem Beben wach geworden zu sein.

Hier ein Video des Bebens, aufgenommen von Camille Freking aus San Francisco und veröffentlicht von KRON4 via Youtube:

Die Wahrscheinlichkeit von Nachbeben über einer Stärke von 5.0 liegt bei 54 Prozent, die eines Nachbebens stärker als das bisherige Hauptbeben bei unter 10 Prozent. Bisher gab es über 30 Nachbeben, von denen die beiden größten die Stärke 3.6 und 2.5 hatten.

Es ist das stärkste Beben in der Bay Area seit dem Loma Prieta Beben von 1989. Es fand in der West Napa Fault statt. Durch das Beben hat sich nach Expertenmeinung die Spannung an der St. Andreas Fault kaum vermindert. Die Nachbeben deuten ebenso auf noch vorhandenes Spannungspotential hin.

Einen Live-Stream der Ereignisse kann man auf ABC7news verfolgen.

Quelle: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eventpage/nc72282711#summary 24.08.2014
Quelle: http://www.sfgate.com/bayarea/article/Magnitude-6-0-earthquake-reported-in-Napa-County-5708791.php 24.08.2014
Quelle: http://sanfrancisco.cbslocal.com/2014/08/24/6-1-earthquake-rocks-san-francisco-bay-area-epicenter-in-solano-countys-american-canyon-quake-usgs/ 24.08.2014
Quelle: http://news.kron4.com/news/breaking-news-earthquake-rattles-bay-area/ 24.08.2014

Death Valley: Zabriskie Point ab Oktober gesperrt

6. August 2014 von  
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Der Aussichtspunkt Zabriskie Point im Death Valley National Park wird ab dem 1. Oktober 2014 für umfangreiche Reparaturarbeiten geschlossen. Die Arbeiten, die die Erneuerung von Stützwänden einschließen, werden bis zum 31. März 2015 andauern und den gesamten Zugang zu dem Aussichtspunkt und dem umliegenden Gebiet versperren.

Aussicht vom Zabriskie Point. Foto: Michael Schlebach

Zabriskie Point. Foto: Michael Schlebach

Mehr Informationen zu Zabriskie Point findet Ihr unter Zabriskie Point – Versteinerte Sanddünen im Death Valley.

Quelle: http://www.desertusa.com/dusablog/zabriskie-pt-close-oct-1-march-31st.html 30.07.2014

Fisher Towers: The Cobra ist kollabiert

4. August 2014 von  
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Die bekannte Steinformation The Cobra in den Fisher Towers bei Moab ist kollabiert. Ein größerer Sturm in der Gegend hat den balanced rock vermutlich zum Einsturz gebracht.

The Cobra (links) in 2008. Foto: Michael Schlebach

The Cobra in 2008. Foto: Michael Schlebach

Weitere Informationen über die Fisher Towers findet Ihr unter .

Quelle: http://unofficialnetworks.com/2014/08/sad-news-from-moab-the-tower-known-as-the-cobra-has-fallen-before-and-after-photo 01.08.2014

Yosemite: Waldbrand bei El Portal

28. Juli 2014 von  
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Am 26.07.2014 um 15:15 Uhr ist in El Portal nahe des Westeingangs des Yosemite National Park ein Waldbrand ausgebrochen.

Die Big Oak Flat Road ist von Crane Flat south bis zur Highway 140 junction gesperrt. Es besteht derzeit keine direkte Verbindung vom Yosemite Valley zum Tioga Pass. Foresta und Old El Portal wurden evakuiert. Die Campgrounds Crane Flat, Bridalveil Creek und Yosemite Creek sind vorübergehend geschlossen.

Lage und Ausdehnung des El Portal Fire am 27.07.2014. Foto: Wildfire Today & NPS

Lage und Ausdehnung des El Portal Fire am 27.07.2014. Foto: Wildfire Today & NPS

Bis 21:45 Uhr am 27.07. waren 8,5 Quadratkilometer niedergebrannt. 400 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Mit starker Rauchentwicklung auch im Yosemite Valley ist zu rechnen.

Sieben Kilometer nördlich des Yosemite Valley und 3,2 Kilometer südlich von der Tioga Pass Road brennt außerdem seit dem 16. Juli das Dark Hole Fire, dessen Größe zwar am 24. Juli mit 0,04 Quadratkilometer angegeben wurde, das seither aber deutlich an Substanz gewonnen hat und hauptsächlich nach Norden Richtung Highway 120 wandert. Insgesamt hat es zwischen dem 14. und 20. Juli rund 3.000 Blitzeinschläge im Park gegeben, die mindestens 21 Brände auslösten.

Nachtrag 30.07.2014: Die Big Oak Flat Road ist seit dem 30.07.2014 wieder geöffnet. Das Feuer, das mittlerweile über 15 Quadratkilometer umfasst, ist zu 34 Prozent unter Kontrolle. Über 1.000 Feuerwehrleute sind im Einsatz, der entstandene Schaden beträgt 4,4 Millionen Dollar. Rauch kann die Sicht im Yosemite Valley beeinflussen. Straßensperrungen können jederzeit wieder in Kraft treten. Aktuelle Informationen gibt es auf .

Quelle: http://www.nps.gov/yose/blogs/El-Portal-Fire-Update-1.htm 27.07.2014
Quelle: http://wildfiretoday.com/2014/07/26/two-fires-in-yosemite-one-threatens-structures/ 27.07.2014

Yosemite: Neue Konzession für Unterkünfte ab 2016

22. Juli 2014 von  
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Die kürzlich herausgegebene Broschüre über den Konzessionsbetrieb von Unterkünften im Yosemite National Park zeigt einige signifikante Veränderungen auf. Ab dem 1. März 2016 gilt der neue Konzessionszeitraum von 15 Jahren.

In Curry Village werden 52 Zelte durch Kabinen mit Badezimmern ersetzt. Dadurch wird die Zahl der Zelte auf 351 reduziert und die Kabinenzahl auf 98 mit Badezimmer erhöht. Außerdem gibt es noch 18 Kabinen ohne Badezimmer und genauso viele motelähnliche Räume. Zudem werden 34 Zeltkabinen (je zwei pro Struktur) bei Housekeeping Camp entfernt, wodurch 232 dieser Zeltkabinen übrig bleiben. Auch wird die Zahl der Zelte am Merced Lake auf 11 halbiert, und es werden vier Betten bei Glen Aulin entfernt.

Blick vom Glacier Point auf Curry Village. Foto: Stefan Kremer

Blick vom Glacier Point auf Curry Village. Foto: Stefan Kremer

Auch die Steuern und Gebühren erhöhen sich teilweise deutlich (Details siehe Link unten). Alleine die Franchise-Gebühr wird bei über 9 Prozent liegen. Zum Vergleich: Im Mesa Verde oder Sequoia National Park liegt diese bei 4 Prozent. Dadurch ergeben sich für Gäste der Yosemite Lodge künftig Übernachtungskosten von 240 Dollar, wovon 27 Dollar Gebühren des National Park Service und 45 Dollar verschiedene Vertriebssteuern darstellen. Damit entfallen alleine 70 Dollar auf Steuern und Gebühren, im Ahwahnee Hotel sogar über 100 Dollar.

Quelle: http://www.nationalparkstraveler.com/2014/07/yosemite-national-park-concession-prospectus-includes-significant-lodging-changes25389 20.07.2014

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