Nomen est omen

28. April 2012 von  
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Es ist wieder passiert. Manche Orte ziehen das Unglück förmlich an. Da gibt es in Downtown Las Vegas einen Schnellimbiss, der mit dem Spruch „a burger to die for“ wirbt, den vielversprechenden Namen „Heart Attack Grill“ trägt und wo die Gäste von den Angestellten als „patients“ behandelt werden. Außerdem warnt ein Schild: „Caution: This establishment is bad for your health.“ Ihr ahnt, was passiert ist. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat ein Gast dort einen Herzinfarkt erlitten. Der Besitzer Jon Bassa sagte, es sei am Samstag geschehen als die Betroffene einen Hamburger namens „double bypass“ aß. Sie wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht und wird sich erholen. Bereits im Februar erlitt ein Mann an gleicher Stelle einen Herzinfarkt.

Das Spitzenmodell der angebotenen Burger, der „quadruple bypass burger“ hat schlanke 8.000 Kalorien und wurde schon ausgezeichnet als eines der „world’s worst junk foods“. Es besteht aus vier 226 Gramm schweren Hackfleischeinlagen, acht Scheiben amerikanischen Käse, einer ganzen Tomate und einer halben Zwiebel. Das ganze wird in einem schmalzummantelten Brötchen serviert.

Quelle: http://www.ktnv.com/news/local/148485875.html 23.04.2012

Eine Briefmarke zum an die Backe kleben

18. April 2011 von  
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Es sollte eine ganz besondere Briefmarke werden, die der Postal Service da im vergangenen Jahr erarbeitet hat. Eine, die sich für den Naturschutz stark macht, die Dinge wie das Kompostieren, Wassersparen, Recycling und das Pflanzen von neuen Bäumen propagiert. Weil alles so schön war wurden gleich drei Millionen Exemplare gedruckt und im Dezember in den Handel gegeben. Die 44-Cent Marke zeigt laut Angaben des Postal Service „die Statue of Liberty in einer Nahaufnahme ihres Kopfes und der Krone“. Genau das sieht man auch auf der Briefmarke – allerdings nicht von der Statue of Liberty. Schaut man nämlich genau hin erkennt man einen rechteckigen Fleck in der Krone, eine andere Frisur sowie eine wesentlich schärfer modellierte Augenpartie. Kleinlaut musste die Post jetzt zugeben, dass ihr Werk tatsächlich die Fotografie der Lady Liberty Replica des New York-New York Hotel & Casino in Las Vegas zeigt.

Laut dem Sprecher des Postal Service, Roy Betts, werden die Marken nicht aus dem Handel genommen. Das ist wenigstens eine Entscheidung, die den hehren Zielen der Kampagne gerecht wird.

Quelle: http://www.lasvegassun.com/news/2011/apr/15/us-stamp-mix-up/ 15.04.2011

Oakland: Geliefert wie bestellt

18. März 2011 von  
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Antiquitäten haben ja ihren Reiz. Aber nicht immer weckt der Anblick antiker Gegenstände Freude und Entzücken. So geschehen in Oakland. Hier hatte die Stadt beschlossen, die alten Parkuhren durch moderne zu ersetzen und damit auch in diesem Bereich das 21. Jahrhundert zu betreten. Betreten waren allerdings die Gesichter der Stadtverordneten als sie feststellen mussten, dass sie anstatt der hypermodernen Geräte mit Kreditkartenslots teiilweise altmodische Münzapparate geordert hatten.

Insgesamt 298 Parkuhren sollten nach einem Beschluss des Stadtrats von letztem Jahr ersetzt werden, die Hälfte davon sind aber gemäß den abgesegneten Plänen die guten alten Modelle mit nur einem Münzschlitz. Nun ist ein Streit entbrannt, wer für diesen Fehler verantwortlich ist. Die Installation beginnt jedenfalls im Sommer.

Währenddessen hat San Francisco das Raumfahrtzeitalter mit der Installation neuer elektronischer Parkuhren bereits betreten. Dank Bodensensoren können die Uhren leere Parkplätze erkennen und an eine iPhone App weiterleiten, die Autofahrer so zu freien Stellplätzen lotsen kann. Außerdem wird aufgrund der gesammelten Daten der Parkpreis flexibel angepasst. In Stadtteilen mit wenigen offenen Parkplätzen werden die Preise steigen, wo viele Plätze frei sind werden sie sinken.

(Anmerkung der Redaktion: Die Originalmeldung des Vorfalls ist zwischenzeitlich aus dem Internet entfernt worden – es darf gemunkelt werden, wieso. Als Quelle verweisen wir daher auf eine gecachte Version.)

Quelle: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:6pjN-Kdwk_UJ:www.nbcbayarea.com/news/politics/Oakland-Installs-Wrong-Parking-Meters-118038529.html+oakland+wrong+parking+meters&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&source=www.google.de 15.03.2011

Die Unpässlichkeit

19. November 2010 von  
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Nehmen wir mal an, Heinz Willy Prummenbaum hat sich einen schönen neuen Personalausweis gegönnt und möchte nun seine Errungenschaft ausgiebig feiern, sagen wir bei einem kleinen horsd’oeuvre in Monaco (ok, nicht in den USA, da braucht er ja seinen Reisepass). Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Heinz Willy hat Glück und sein Rufname ist Heinz, dann kann er problemlos durch die Weltgeschichte tingeln und auf die Kacke hauen. Ist sein Rufname aber Willy hat er in selbige gegriffen und ein mächtiges Problem. Der neue Ausweis kennt nämlich keine Rufnamen und verwendet im elektronisch auslesbaren Datenspeicher immer den ersten Vornamen. Und so kommt es, dass das schöne neue Dokument nun einen Heinz Prummenbaum als Besitzer auswirft, der aber laut allen übrigen amtlichen Dokumenten (z.B. Führerschein) Willy Prummenbaum heißt. Da droht Ungemach für Volk und Vaterland, da muss die Staatsmacht hart durchgreifen und den Besitzer fehlerhafter Dokumente direkt aus dem Verkehr ziehen. Es könnte ja ein böser Terrorist sein. Statt Kaviar und Schampus gibt es Wasser und Brot. Da haben sich die 28,80 EUR schon gelohnt – wie kommt man als unbescholtener Bürger ohne eigenes Verbrechen schon in den Genuß einer kostenpflichtigen Übernachtung in einem Zimmer der sichersten Hotelkette des Landes? Und was meint die Politik zu dieser winzigen Unpässlichkeit? Ungeachtet des Umstandes, dass der neue Ausweis den Besitzer gelegentlich falsch ausweist begnügt man sich mit der Feststellung, dass es rein rechtlich keinen Rufnamen gebe und alle Vornamen gleichgestellt seien. Ja, dann ist ja alles klar. Jetzt muss das nur noch jemand den 192 anderen Staaten dieser Erde erklären und schon darf Heinz Willy wieder straffrei verreisen. Wobei… Fliegen dürfte auch dann schwierig werden, denn auf den Flugtickets müssen immer alle Vornamen angegeben werden. Dort stünde dann heinzwilly, was weder Heinz noch Willy ist. Am besten lässt sich der gute gleich im Meldeamt seine Vornamen auf einen reduzieren – je nach Einkommen für schlappe 2,50 bis 256 Euro – plus einen neuen Ausweis versteht sich. Ein Hoch auf unsere Experten in der Regierung.

San Francisco: Dumm gelaufen

25. Juli 2010 von  
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Es gibt glücklose Diebe – und es gibt Horatio Toure. Nach Angaben der Polizei von San Francisco hatte sich der 31-jährige am Montag Morgen auf seinem Fahrrad einer Frau in South of Market genähert. Er riss ihr ein iPhone aus den Händen und radelte davon. Das Problem an der Geschichte: die Frau trug das iPhone als Bestandteil einer Demonstration eines Echtzeit GPS-Trackingprogramms ihrer Firma. Hätte der Dieb einen Blick auf das Display geworfen hätte er sich selbst auf der Landkarte San Franciscos herumfahren sehen.

So aber wurde Toure eine halbe Meile entfernt nach nur 10 Minuten um 16:01 Uhr gefasst, sagte Police Sergeant Troy Dangerfield. Er wurde wegen Verdachts des schweren Diebstahls und dem Besitz gestohlener Gegenstände verhaftet.

„Das erinnert mich an den Bankräuber, der eine Bank während den Sicherheitstests betrat“, sagte der Besitzer des iPhone, David Kahn. Kahn ist der chief executive von Covia Labs aus Mountain View. Er war am Montag in San Francisco zu Besuch, um seinen Werbefachleuten ein Produkt namens „Alert & Respond“ in ihrem Büro in South of Market zu demonstrieren. Das Programm ist für die Polizei und das Militär gedacht, um in Echtzeit den Aufenthaltsort von Polizisten oder Ressourcen darzustellen. Es kann auch auf Handys, Computer und andere Geräte aufgespielt werden und zwischen ihnen kommunizieren.

Kahn sagte, er habe seinen Assistenten Jordan Sturm gebeten, sein iPhone auf dem Bürgersteig herauszunehmen, so dass er ihren Standort auf dem Laptop verfolgen könne. Sekunden, nachdem sie gegangen war, passierte seltsames. Sie schien – nach Darstellung von Alert & Respond – mit hoher Geschwindigkeit die Straße herunter zu laufen.

Aber Sturm besaß das iPhone längst nicht mehr. Nachdem sie zurückgerannt war rief sie die Polizei, und die Firma meldete die ständig wechselnde Position des Diebs den Beamten. Kahn sagte, er habe erwogen, weitere Funktionen seines Programms wie das Aktivieren des Mikrofons oder das heimliche Fotografieren mit der Kamera des Handys zu nutzen. Aber er wollte den Dieb nicht auf das Gerät aufmerksam machen.

Quelle: http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/07/25/BAQM1EHOJU.DTL&feed=rss.bayarea 25.07.2010

Lake Tahoe: Falscher Bombenalarm

20. April 2010 von  
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Eine Bedrohung der besonderen Art veranlasste die California Highway Patrol, ihr Dienstgebäude in South Lake Tahoe am 07.04.2010 zu evakuieren.

Der Zwischenfall begann um 4:30 Uhr als ein California Highway Patrol Officer einen 60-jährigen Mann in einer Parkverbotszone am Highway 89 beim Luther Pass ansprach. Der Polizist verhaftete den Mann nachdem verdächtige Substanzen, die er für Methamphetamin hielt, gefunden wurden. Bei einer Leibesvisitation fand der Officer außerdem „ein verdächtiges Kabel mit einem An-/Aus-Schalter in der linken Hosentasche des Mannes, das in die Gesäßfalte des Mannes führte“, so der Einsatzbericht. Der Beamte wollte das unbekannte Gerät zunächst von medizinischem Personal im Barton Memorial Hospital entfernen lassen. Aber während einer Befragung des Verhafteten im Polizeigebäude begann dieser, „sein Wissen über Sprengstoffe und die Herstellung von Bomben“ kundzutun. Diese Aussagen ließen die Beamten aufhorchen. Sie kontaktierten das El Dorado County Explosive Ordinance Disposal Team und evakuierten um 5:45 Uhr die Polizeistation.

Um 9 Uhr konnte das EOD Team Entwarnung geben; das Gerät sei „sicher und keine Bombe. Ein Anal-Vibrator wurde entfernt und sichergestellt“, so der Polizeibericht.

Der Mann wurde ins El Dorado County Jail in South Lake Tahoe wegen Besitzes einer verbotenen Substanz verbracht. Die California Highway Patrol Office wurde um 9:20 wieder geöffnet.

Quelle: http://www.sierrasun.com/article/20100419/NEWS/100419917/1066&ParentProfile=1051 19.04.2010