Hoodoo You Two

4. November 2008 von  
Abgelegt unter Lal@'s Reisen, Reiseberichte

Ende Mai diesen Jahres fand sie statt, „Lalas“ Fortsetzung seiner „Hoodoo You Do“ Reise von 2004. 17 Tage lang Sand, Leitern, Ruinen, Badland, Hoodoos, Arches, Canyons und Valleys zwischen El Paso und Las Vegas. Durch vier Bundesstaaten ging die Hoodoo You Two-Tour. Dabei besuchte er in Texas El Paso, in New Mexico die glitzernde weiße Gipswüste White Sands, fuhr über Albuquerque zu den Kasha Katuwe Tent Rocks – zeltartigen Felsen im Peralta Canyon – und weiter nach Santa Fe. Richtung Los Alamos fahrend besuchte Volker zunächst das Bandelier National Monument mit dem Frijoles Canyon und Indianerbehausungen in den Tuffsteinhöhlen. In Los Alamos stand ein Besuch im Bradbury Science Museum auf dem Plan. Schließlich erreichte er Arizona und betrat das Navajo County mit seiner Hauptstadt Window Rock.

Von Chinle aus lag sowohl der Canyon de Chelly als auch verschiedene Arches wie Hope Arch und Big Eye Arch auf dem Routenplan, durch Zufall auch die Aztec Ruins. Es folgte ein Kernpunkt der Reise: die Bisti Wilderness mit ihren pilzartigen Hoodoos. Dann ging es über Four Corners zum Valley of the Gods, durch das Monument Valley zu dem durch seine Geheimhaltung in den USA-Foren nahezu mysteriösen Blue Canyon bis Tuba City. Dem Coal Mine Canyon stattete Volker ebenso einen Besuch ab wie dem White Mesa Arch und dem Eggshell Arch. Der letzte Abschnitt der Reise führte in die Gegend um Page, mit Besuchen der Wahweap Hoodoos, dem Stud Horse Point, den Coyote Buttes South, dem Horseshoe Bend, der White Pocket und dem Lower Antelope Canyon. Über Death Valley ging es zurück nach Las Vegas.

Wer Lalas einzigartigen Erzählstil noch nicht kennt sollte sich diesen ersten Absatz durchlesen.

Abflug in Düsseldorf fast pünktlich um 9:55, Flugzeit nach Atlanta 9:14 Std. Ich saß wie immer auf Sitz 20 B am Notausgang mit angenehmer Beinfreiheit. Die Temperatur im Flugzeug war – wie bei Delta üblich – knapp über dem Gefrierpunkt, deshalb sind ausnahmsweise nicht meine wohlgeformten Knie, sondern eine lange Hose zu sehen. Neben mir saß ein Ami, der nach Hause flog und 96 „Kinder-Eggs“ für die Geburtstagparty seiner beiden Gören bei hatte.

Erstaunlich, dass man sowas durch die Handgepäckkontrolle kriegt, das Zeug ist doch bestimmt ähnlich gefährlich wie Gel oder Shampoo.

Nach der Landung ließ ich mir viel Zeit, ging ganz langsam, besuchte die Resträume, um wieder ein Gefühl für amerikanisches Toilettenpapier zu bekommen und kam am Immigrationsrondell an, als die ersten Schalter an der anderen Seite geöffnet wurden. Wer es so macht, muss sich nicht in die lange Schlange stellen, in die man geschickt, wird wenn man früher da ist.

Die unfreundliche Immigration Offiziöse fragte mir noch mehr Löcher als gewöhnlich in die Socken. Nachdem sie die vielen USA-Einreisestempel in meinem Pass gesehen hatte, ging es los: Wann ich das letzte Mal im Land war, was mein Beruf ist, wieviel ich verdiene, wie viele $$$ ich mit habe, warum ich so oft in die USA komme, ob ich Verwandte im Land habe. Dann wollte sie mein Rückflugticket sehen. Papiertickets gibt es bekanntlich nicht mehr, ich gab ihr deshalb den Ausdruck meiner Reisebestätigung. Wo denn das Ticket wäre. Ich erklärte ihr, dass es sowas heutzutage nicht mehr gäbe und jeder mit E-Ticket fliegt, papierfrei. Sie sah mich nur verständnislos/gelangweilt an. Dann ging es endlich weiter. Linker Zeigefinger, rechter Zeigefinger, nicht in die Camera lächeln. Sie malte noch ein grosses A auf meine Zollerklärung und ich war im Land des unbegrenzten Blödsinns.

Der Koffer war mittlerweile schon da, beim Zoll wurde ich zur Agricultural Control geschickt, wie vor mir zwei weitere Leute, die ein A auf dem Schein hatten. Die Zollmieze dachte also, ich würde gefährliche, explosive Würste oder Früchte einschmuggeln. Das hochexplosive Shampoo und die brandgefährliche Sonnencreme wurden im Kommt mir irgendwie bekannt vor.Koffer akzeptiert, mittlerweile achte ich ja darauf, dass diese Sachen nicht im Handgepäck sind. Mir war alles egal, ich hatte noch 4 1/2 Std. Zeit bis zum Weiterflug.

Und wer immer noch nicht überzeugt ist, dass sich diese Lektüre wirklich lohnt, oder der doch lieber Fernsehschaut, dem sei der Film zur Reise anempfohlen:

Cathedral Gorge State Park

2. Mai 2007 von  
Abgelegt unter Lal@'s Reisen, Reiseberichte

Die Cathedral Gorge ist ein wüstenähnlicher Park in Ostnevada, in der Nähe der Stadt Caliente, zu erreichen über die Interstate 93. Entfernung ab Las Vegas ca. 150 Meilen in nördlicher Richtung. Der 1.608 Morgen verschiedener geologischer Anordnungen enthält, geschnitzt vom Regenwasser, das über den Lehm der sogenannten Pliocene Ära gelaufen ist.

Öffnungszeiten: 24 Stunden am Tag, ganzjährig. Ein Visitor Center befindet sich am Haupteingang des Parks an der US 93, ca. 20 Meilen nördlich von Caliente und 2 Meilen nordwestlich von Panaca. Und, was die Lage besser erklärt: ca. 160 Meilen nördlich von Las Vegas.

Das Visitor Center ist von 9 Uhr Morgens bis 16:30 geöffnet.

Eintritt: 4 $

Die Hauptsehenswürdigkeit, die Kathedrale. Direkt daneben stehen mehrere überdachte Grills. Meiner Meinung nach einer der schönsten Orte für eine Grillparty.
Der Wasserturm und die Picknick Einrichtungen wurden vom Civilian Conservation Corps gebaut. Viele sehr schmale Wege, hier Höhlen genannt, führen durch die Lehmfelsen. Es ist teilweise so eng, dass es wirklich Höhlen sein könnten.

Es gibt mehrere Wanderwege, zwischen 0,5 und 4 Meilen lang. Es lohnt sich also, mindestens einen halben bis ganzen Tag hier zu verweilen. Camper natürlich einen ganzen Tag.

Am Miller Point Overlook, der auch über die US 93 zu erreichen ist, hat man diesen Ausblick.

Fazit: Sollte man gesehen haben. Es ist recht weit außerhalb aller “normalen” Routen und deshalb für eine längere Tour ab Las Vegas für Nichtcamper bestens geeignet.

Weitere Infos unter http://www.lalasreisen.de/amerika/html/cathedral_gorge.html