Erste National Parks wieder geöffnet – eine Übersicht

12. Oktober 2013 von  
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Nachdem seit dem 1. Oktober alle 401 National Parks und National Monuments aufgrund eines Government Shutdowns geschlossen waren (sh. hier) haben nun einzelne Bundesstaaten Lösungen gefunden, um ihre National Parks und Monumente zumindest teilweise wieder zu eröffnen. Der Shutdown kostet die Kommunen nahe der National Parks und Monumente nach einem Gutachten der Coalition of National Park Service Retirees national rund 76 Millionen Dollar pro Tag.

Foto: wikipedia

Foto: wikipedia

Im Folgenden haben wir eine Übersicht über die aktuelle Situation in den einzelnen Bundesstaaten zusammengestellt.


Lage in Utah

Utah hat der Bundesregierung in Washington 1,67 Millionen Dollar überwiesen, damit die fünf National Parks Zion, Bryce Canyon, Canyonlands, Arches und Capitol Reef, die National Monuments Cedar Breaks, Rainbow Bridge und Natural Bridges sowie die Glen Canyon National Recreation Area wieder geöffnet werden können. Dies teilte Governor Gary Herbert am Donnerstag mit. Die Parks, Campground und alle Infrastruktureinrichtungen sind ab Samstag wieder komplett geöffnet. Das Geld reicht für zehn Tage. Sollte mehr benötigt werden hat der Bundesstaat weitere Mittel in Aussicht gestellt.

Geschlossen bleiben hingegen Dinosaur National Monument und Hovenweep National Monument.


Lage in Arizona

Jan Brewer, Governeurin von Arizona, konnte ebenfalls nach stockenden Verhandlungen mit dem Innenministerium eine Übereinkunft mit der Bundesregierung erzielen. 651.000 Dollar aus Landesmitteln und anderen Quellen hat Arizona an den National Park Service überwiesen, um den Grand Canyon ab dem 12. Oktober für sieben Tage offen zu halten.

Canyon de Chelly ist geöffnet, weil er in Zusammenarbeit mit der Navajo Nation betrieben wird. Nur das Visitor Center bleibt geschlossen. Saguaro und Petrified Forest hingegen bleiben genauso geschlossen wie die National Monuments Tuzigoot, Navajo, Wupatki, Sunset Crater, Ganado Trading Post, Montezuma Castle, Tonto, Chiricahua, Organ Pipe Cactus, Pipe Springs, Casa Grande sowie das Tumacacori National Historic Monument, die Lake Mead National Recreation Area, das Coronado National Memorial und die Fort Bowie Historic Site.


Lage in Colorado

Auch in anderen Bundesstaaten hat man Übergangslösungen gefunden. So hat Colorado am Freitag bekannt gegeben, den Rocky Mountain National Park am Samstag vorübergehend zu öffnen. Der Bundesstaat hat sich dazu durchgerungen, die benötigten Mittel für zehn Tage zur Verfügung zu stellen. Die Trail Ridge Road wird umgehend öffnen sobald der Highway vom Schnee befreit ist. Ob auch die übrigen Parks in Colorado wie Mesa Verde, Black Canyon of the Gunnison oder Great Sand Dunes öffnen können ist noch unklar.


Lage in Kalifornien, Montana und Wyoming

Die Governeure von Kalifornien, Montana und Wyoming haben mitgeteilt, ihre Bundesstaaten hätten keine Mittel für die Wiedereröffnung der National Parks. Somit bleiben Yosemite, Yellowstone und Glacier wohl geschlossen bis der Haushaltsstreit beigelegt ist.

Quelle: http://www.reuters.com/article/2013/10/11/us-usa-fiscal-parks-idUSBRE99A0EW20131011 11.10.2013
Quelle: http://arizonaguide.com/places-to-visit/national-parks-and-monuments-update 11.10.2013
Quelle: http://www.visitutah.com/national-park-travel-advisory/ 12.10.2013

Bryce Canyon: Kohletagebau immer wahrscheinlicher

16. November 2011 von  
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Die Pläne zur großflächigen Erweiterung eines Kohletagebaus in der Nähe des Bryce Canyon National Park haben am Freitag einen Anschub durch die Bundesregierung erhalten und lassen die Anwohner Süd-Utahs nun debattieren, was für ihre wirtschaftliche Entwicklung besser ist: Schwerindustrie oder Tourismus.

Das U.S. Bureau of Land Management hat sich am Freitag zögernd für den Kohleabbau ausgesprochen als es einen Entwurf einer Umweltverträglichkeitsstudie herausgab, die vorschlägt, mehr als 3.500 acres mit bundesstaatlichen Mineralienvorkommen südwestlich des Bryce Canyon zu vermieten, um damit eine 635 acres große Mine zu vergrößern, die bereits auf privatem Land erlaubt wurde.

Standort des geplanten Tagebaus südwestlich des Bryce Canyons

Die Coal Hollow Mine nahe Alton wurde für weniger als ein Jahr betrieben und hat die Anwohner im nahegelegenen Ort Panguitch polarisiert. Der Ausbau von Utahs einzigem Tagebau in nur 10 Meilen Entfernung zum Nationalpark würde nur weitere Spannungen hervorrufen.

„Es hat unserer Wirtschaft geholfen, also würde ich dafür stimmen“, sagte die Bürgermeisterin von Panguitch, Lori Talbot. „Ich muss das sehr vorsichtig sagen, denn es gibt Bürger, die wegen der vielen LKWs besorgt sind.“

Kohletrucks rumpeln über die Main Street – Highway 89 – in Richtung Interstate 15 und einem Bahnhof in Cedar City. Es gäbe 153 Fuhren mehr pro Tag während des 24-stündigen Minenbetriebs wenn die Expansion stattfinden würde, so der BLM.

Viele in der Stadt hatten den Bundesstaat gebeten, diesen Verkehr abzuwenden bevor dieser eine Erlaubnis im Hinblick auf die Luftqualitätsverträglichkeit im letzten Jahr erteilte.

„Meine Familie ist wie viele hundert andere in Süd-Utah von der tourismusabhängigen Wirtschaft des Bryce Canyon National Park sowie der lokalen Jagd, Fischerei und der anderen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten dieser landschaftlich reizvollen Region abhängig“, sagte Bobbi Bryant, Geschäftsinhaber aus Panguitch. „Wenn das BLM unser öffentliches Land für diese Mine hergibt riskieren wir, Lebensqualität zu verlieren.“

Die größere Mine, so sagt BLM voraus, würde 160 Menschen beschäftigen; 100 Bergarbeiter und 60 Truckfahrer.

Quelle: http://www.sltrib.com/sltrib/politics/52849564-90/mine-coal-park-national.html.csp 04.11.2011

Rocky Mountain High 2011

7. September 2011 von  
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In ihrem neuesten Reisebericht berichten Simon und Kathrin auf ihrer Webseite http://simon-unterwegs.com/reiseberichte/rocky-mountains-2011 seit dem 2. September live aus ihrem aktuellen Urlaub in den Rocky Mountains.

Zehn Nationalparks stehen auf dem Programm: Rocky Mountain NP, Badlands NP, Yellowstone NP, Grand Teton NP, Zion NP, Bryce Canyon NP, Capitol Reef NP, Arches NP, Canyonlands NP und Black Canyon of the Gunnison NP. Daneben gibt es natürlich noch einige National Monuments und State Parks zu bestaunen.

Da die beiden nur Hotels mit kostenlosem WiFi gebucht haben steht der täglichen Ergänzung nichts im Wege. Die Reiseroute sieht wie folgt aus:

Die Reiseroute führt durch sieben Bundesstaaten

02. September: München – Denver
03. September: Denver
04. September: Denver – Winter Park
05. September: Winter Park – Cheyenne
06. September: Cheyenne – Hill City
07. September: Hill City
08. September: Hill City – Sheridan
09. September: Sheridan – Cody
10. September: Cody – Gardiner
11. September: Gardiner – West Yellowstone
12. September: West Yellowstone
13. September: West Yellowstone
14. September: West Yellowstone – Idaho Falls
15. September: Idaho Falls – Salt Lake City
16. September: Salt Lake City – Springdale
17. September: Springdale
18. September: Springdale – Torrey
19. September: Torrey – Moab
20. September: Moab
21. September: Moab
22. September: Moab – Montrose
23. September: Montrose – Colorado Springs
24. September: Colorado Springs – Denver
25. September: Denver – München

Schaut einfach mal bei http://simon-unterwegs.com/reiseberichte/rocky-mountains-2011 vorbei und reist auf dieser nicht ganz alltäglichen Route in Gedanken mit. Vielleicht ist es eine Inspiration für den eigenen nächsten Urlaub…

Bryce Canyon: Besucherrekord in 2010

23. Januar 2011 von  
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Mit 1.782.333 Besuchern hat der Bryce Canyon National Park in 2010 einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Dies sind 7,24 Prozent mehr als im Vorjahr. Gemessen an seiner Größe von nur 56 Quadratmeilen erfährt der Bryce Canyon eine unüblich hohe Aufmerksamkeit. Über 50% der Besucher kommen aus dem Ausland, um die einzigartigen und spektakulären farblichen Gesteinsformationen – die Hoodoos – zu bewundern.

Sonnenuntergang am Sunset Point. Foto: Stefan Kremer

Obschon der Besucherzuwachs seit 2001 anhält kann man den letztjährigen sicherlich auch den hohen Benzinkosten zuschreiben; die Amerikaner verbringen ihren Urlaub näher am Wohnort. Weitere begünstigende Faktoren sind die eintrittsfreien Wochenenden des National Park Service, der günstige Dollarkurs für Ausländer, Sonderveranstaltungen wie die Astronomy oder Geology Festivals im Park sowie vermehrte Werbung durch lokale Firmen und Kommunen.

Quelle: http://www.nps.gov/brca/parknews/2010recordvisits.htm 21.01.2011

Bryce Canyon: Klage gegen Tagebau

10. Dezember 2010 von  
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Umweltschutzgruppen haben als letzten Versuch, den Bau eines 440 acre großen Kohlentagebaus in der Nähe des Bryce Canyon National Park zu verhindern, Klage vor dem Utah Supreme Court erhoben.

Utah’s Board of Oil, Gas and Mining hatte den Tagebau Ende November genehmigt. Beamte sagten, dass Alton Coal Development, die 2006 den ersten Antrag stellten, die korrekte Vorgehensweise hinsichtlich des Umweltschutzes befolgt habe, um die Erlaubnis zum Kohleabbau auf bundesstaatlichem Land am südlichen Ende des Nationalparks zu erhalten.

Ein Kohletagebau in unmittelbarer Nähe diese Juwels? Fotoquelle: Stefan Kremer

Gegner argumentieren, dass täglich 300 LKW über die Zugangsstraße durch Panguitch rollen werden, um die Kohle abzutransportieren. Außerdem werde durch den Tagebau und die Luftverschmutzung der majestätische Canyon abgewertet. „Die Entscheidung des Boards bringt ohne Zweifel eine der meistgeschätztesten Landschaften, den Bryce Canyon National Park, in Gefahr“, sagte Karen Hevel-Mingo vom National Parks Conservation Association. „Tausende Besucher kommen jedes Jahr zum Bryce um die klaren Nachthimmel und die wunderschönen Aussichten zu bewundern. Der Bryce Canyon National Park ist außerdem ein wichtiger Faktor für die lokale Wirtschaft.“

Zu den Klägern gehören der Sierra Club, die Southern Utah Wilderness Alliance und die National Parks Conservation Association.

Quelle: http://latimesblogs.latimes.com/greenspace/2010/12/bryce-canyon-coal-mine.html 09.12.2010

USA 2010: Sonne, Strand, Steine, Steaks – und Sam Adams

29. Oktober 2010 von  
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Es ist vollbracht. Nach langem, zähem Ringen habe ich die Slideshow zu meinem diesjährigen USA-Urlaub endlich fertiggestellt. Trotz massivem Aussortieren sind von den über 5.500 mitgebrachten Fotos immer noch 492 Bilder in der Slideshow übrig geblieben. Da jedes Bild im Slideshowmodus 9 Sekunden lang eingeblendet wird (was Sinn macht, wenn man die Untertitel lesen und die Bilder, die im Slideshowmodus automatisch gezoomt oder verschoben werden, komplett sehen möchte) dauert die Präsentation 74 Minuten.

Man kann die Slideshow aber jederzeit stoppen oder per Hand weiterschalten – wobei allerdings die Zoomeffekte deaktiviert bleiben. Am besten schaltet Ihr vorher in dem kleinen Steuerungsmenü, das am oberen Bildrand einblendet, auf Vollbild, lehnt Euch zurück und startet den automatischen Ablauf.

Eines der Bilder: nach einem Thunderstorm im Monument Valley. Fotoquelle: Stefan Kremer

Das Spektakel findet Ihr auf http://www.westkueste-usa.de/2010/mn_Reiseroute.htm, wo Ihr auch die Route der gezeigten Reise als Landkarte sehen könnt. Für meine 2009er und 2007er Reise gibt es ähnliche Präsentationen, und zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten gibt es umfassende Informationen auf meiner Webseite westkueste-usa.de, die in den kommenden Monaten um die neuen Erlebnisse des 2010er Urlaubs ergänzt werden.

Und nun wünsche ich viel Spaß und einen schönen virtuellen Urlaub!!

Bryce Canyon: Umstrittener Tagebau erhält Zulassung

8. August 2010 von  
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Ein Kohle-Unternehmen hat am Dienstag einen Sieg errungen als ein staatlicher Ausschuss die Einwände mehrerer Naturschutzgruppen zurückwies, die behaupteten, ein geplanter Tagebau würde die Flüsse verschmutzen und den Bryce Canyon National Park mit Staub belasten.

Das Utah Board of Oil, Gas & Mining entschied, dass die Alton Coal Development LLC 440 acres privaten Lands für ein Projekt bei der Ortschaft Alton am südwestlichen Rand des Bryce Canyon National Park abbauen können, das später tausende acres von umliegendem National Forest in Süd-Utah umfassen soll. Alton Coal ersucht derzeit eine bundesstaatliche Zulassung, um das Projekt zu vergrößern.

Der Ausschuss hielt damit eine Entscheidung von letztem Oktober aufrecht, die zu dem Schluss kam, dass alle legalen und technischen Voraussetzungen zum Betrieb des Tagebaus erfüllt seien. Dieser Entschluss kam allerdings zustande, nachdem der Antragsteller kurz zuvor 10.000 Dollar an den republikanischen Gouverneur Gary Herbert als Unterstützung seiner Wahlkampagne gespendet hatte und beklagte, der Staat brauche zu lange für die Genehmigung des Projekts.

„Wir sind extrem zufrieden, dass der Ausschuss in dieser Sache auf unserer Seite war“, sagte John Baza, Direktor der Division of Oil, Gas & Mining. „Die Entscheidung bestätigt die monatelangen wissenschaftlichen Analysen.“

Vier Umweltschutzgruppen hatten Wissenschaftler engagiert, die die Genehmigung während Anhörungen an sechs Tagen von Januar bis Juni anfochten. Der Superintendent des Bryce Canyon National Parks – bekannt für seine reine Luft und die klaren Nachthimmel – wandte sich ebenfalls gegen den Tagebau.

Alton Coals Projektmanager, Chris McCourt, sagte in einem seltenen Statement seiner Firma, die Entscheidung des Ausschusses „werde es der Entwicklung erlauben, in einer umweltverträglichen Weise abzulaufen. Alton Coal lobt den Bundesstaat Utah, das Division und das Volunteer Board für ihre Sorgfalt und ihre unparteiische Abwägung. Die Bestätigung der Erlaubnis ist der Schlüssel zum Coal Hollow Project, das neue Jobs und wirtschaftliche Expansion in Utah bieten wird“, sagte McCourt.

Das Unternehmen, eine Gruppe von Investoren angeführt von James J. Wayland aus Naples, Florida, muss eine mehrere Millionen Dollar umfassende Bürgschaft hinterlegen, bevor mit dem Abbau begonnen werden kann.

Die Southern Utah Wilderness Alliance hat versprochen, den Fall wenn nötig bis vor Bundesgerichte zu bringen. Steve Bloch, Syndikusanwalt der Gruppe, sagte am Dienstag, er wolle erst die 29-seitige Entscheidung genau studieren bevor er über weitere Wiedersprüche entscheide. „Es ist unzweifelhaft, dass dies eine schlechte Nachricht für die Luft, das Wasser und die klaren Nachthimmel im Bryce Canyon National Park und den umliegenden Gemeinden ist“, fügte er hinzu.

Die Entscheidung bedrohe „eine der Kronjuwelen des Nationalparksystems genauso wie die lokale Konjunktur und die Luft- und Wasserqualität in Süd-Utah“, sagte Clair Jones vom Utah Sierra Club. „Der Alton Coal Tagebau würde die lokale Konjunktur zerstören um eine nicht nachhaltige, dreckige Energiequelle abzubauen, die Utahs Wasser und Luft kontaminiert.“

Es gab bisher keine direkte Reaktion des National Resources Defense Council und der National Park Conservation Association, die dem Projekt ebenfalls entgegenstehen.

Bobbi Bryant, Besitzer des Souvenir- und Kaffeegeschäfts „Bronco Bobbi’s“ sagte, sie sei gegen den Tagebau weil dessen Betrieb täglich bis zu 300 Kohlelastwagen durch Panguitch fahren lassen würde. „Die Lautstärke und Abgase der LKWs werden die Anreise zum Bryce Canyon weniger angenehm und gefährlicher machen. Die meisten Geschäfts-, Restaurant- und Motelbesitzer – mich eingeschlossen – werden nicht mehr so viele Kunden haben, und wir könnten gezwungen sein, unser Geschäft zu schließen.“

Für den täglichen Kohleabtransport werden 43 Tonnen schwere LKW von Alton aus auf den Highway 89 fahren und dann nach Norden über Hatch und Panguitch zum US 20 und über Interstate 15 nach Cedar City fahren. Weitere 10 Meilen westlich soll eine Eisenbahnverladestelle errichtet werden.

Der U.S. Army Corps of Engineers hat Alton Coal im vergangenen Februar gebeten zu warten, bis ein unabhängiges Gutachten zur Auswirkung des Projekts auf das Feuchtgebiet vorliegt. Das Corps sagte, eine Zulassung des Bundes könnte nötig sein, und warnte das Unternehmen, nicht bereits ohne eine solche anzufangen.

Jason Gipson, Chef des Nevada-Utah Regulatory Branch des Corps, sagte am Dienstag, man bewerte derzeit das Projekt noch. Seine Mitarbeiter würden entscheiden, ob ein periodischer Bach, Feuchtwiesen und Quellen auf dem privaten Land, das Alton Coal für den Tagebau verwenden möchte, Feuchtgebiete darstellen, deren Beeinträchtigung eine bundesstaatliche Genehmigung erfordert.

Alton Coal hat scheinbar eine Schnellgenehmigung erhalten, nachdem das Unternehmen sich in einem Treffen mit Gouverneur Herbert beschwert hatte, die Regulierungsbehörde brauche zu lange für ihre Entscheidung. Das Unternehmen stelle den Antrag im Jahr 2005. Ein Vertreter des Unternehmens traf sich mit Herbert am 17. September 2009, dem gleichen Tag, an dem die Kampagne des republikanischen Gouverneurs eine Zuwendung in Höhe von 10.000 Dollar von dem Kohleunternehmen erhielt. Ein 33-seitiger Aktenvermerk der Utah Division of Oil, Gas and Mining besagt, das Ergebnis der Unterredung jenes Tages sei die Zusage einer unbürokratischen Schnellentscheidung der Regulierungsbehörde gewesen.

Priscilla Burton, eine Umweltwissenschaftlerin des Amtes, das den Aktenvermerk schrieb, notierte, die Regulierungsbehörde habe ein ganzes Jahr Zeit, eine Entscheidung zu fällen, entschied sich aber dazu, die Angelegenheit in zwei Monaten abzuwickeln. Ihre Vorgesetzten bestehen seither darauf, Burton habe sich hinsichtlich der Fristen vertan.

Quelle: http://www.deseretnews.com/article/700053343/Utah-board-upholds-strip-mine-near-Bryce-Canyon-National-Park.html?s_cid=rss-30 03.08.2010

Bryce Canyon: Wall Street wieder geöffnet

28. Juli 2010 von  
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Der beliebte Wall Street Abschnitt des Navajo Loop Trail im Bryce Canyon National Park, der nach einem Felssturz im April 2010 geschlossen werden musste, ist wieder geöffnet. Bautrupps haben in den letzten Wochen Felsen und Steine abtransportiert. Die Wall Street führt Besucher durch eine enge Schlucht zwischen hoch emporragenden Steinsäulen und Jahrhunderte alte Douglasien.

In der Wall Street. Fotoquelle: Brian Dunaway / wikipedia

Steinschläge sind Bestandteil der natürlichen geologischen Abläufe, die die farbenfrohen Steinsäulen – Hoodoos genannt – formen. Dieser Prozess ist als Frostsprengung bekannt. Wasser von Niederschlägen und Schnee dringt tagsüber in Felsspalten ein und friet dann in der Nacht. Der enorme Druck, der durch das sich beim Gefrieren ausdehnende Wasser entsteht, dehnt die Fugen auf und löst Steine heraus. In einer Höhenlage von 2.600 Metern erlebt der Bryce Canyon jedes Jahr rund 200 Tage mit einem Frost- und Tauzyklus.

Besucher seien daran erinnert, beim Abstieg des steilen Weges Wanderschuhe mit fester Sohle zu tragen. Steinschlag tritt in der Wall Street häufiger auf als in allen übrigen Abschnitten des Bryce Canyon und kann zu Verletzungen sogar mit Todesfolge führen. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Regen und kräftige Winde können solche Steinschläge auslösen. Dieser Risiken sollte man sich als Besucher bewußt sein. Die aktuellen Zustände der Wege kann man im Bryce Canyon Visitor Center nachfragen.

Quelle: http://www.nps.gov/brca/parknews/wallstreetopen.htm 23.07.2010

Bryce Canyon: Fünf neue Haltepunkte

28. April 2010 von  
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Für den Bryce Canyon Nationalpark bestehen Planungen für den Bau von insgesamt fünf neuen Haltepunkten entlang der Straße. Damit soll Besuchern ein besserer Aufenthalt und die Beobachtung von Präriehunden, Truthähnen, Antilopen und anderen Wildtieren ermöglicht werden.

Auf der Park Road kurz vor dem Rainbow Point. Fotoquelle: Stefan Kremer

Offizielle Vertreter der Parkverwaltung sagten, dass Umweltanalysen dazu abgeschlossen worden sind und nun ein Antrag zur Weiterführung des Projektes gestellt werden soll.

Die Haltepunkte sollen entlang der Hauptstraße im Nationalpark gebaut werden, drei davon ganz in der Nähe des East Creek Meadow. Öffentliche Stellungnahmen zu der Planung können bis 15. Mai 2010 abgegeben werden.

Quelle: http://www.deseretnews.com/article/700025370/Bryce-Canyon-National-Park-proposes-building-pullouts-for-wildlife-watching.html 17.04.2010

Bryce Canyon: Wall Street gesperrt

7. April 2010 von  
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Die Wall Street Sektion des beliebten Navajo Loop Trail im Bryce Canyon National Park wurde wegen Steinschlags geschlossen. Zuletzt waren zwei Besucher von herabfallenden Felsen getroffen wurden, von denen einer die Größe eines Softballs hatte. Sie wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.

Der gesperrte Abschnitt des Navajo Loop Trails. Fotoquelle: NPS

Die Wall Street wird bis auf weiteres geschlossen bleiben. Sobald der Abschnitt wieder sicher ist werden die Parkmitarbeiter abwägen, ab wann der Weg wieder geöffnet werden kann. Besucher sollten sich am Visitor Center nach den aktuellen Bedingungen erkundigen.

Der andere Abschnitt des Navajo Loop Trail, bekannt als Two Bridges, bleibt derweil geöffnet. Besucher sollten aber auch hier auf Steinschlag und rutschigen Untergrund achten. Wandern geschieht auf eigene Gefahr. Über Two Bridges kann man den 3 Meilen langen Queens Garden / Navajo Loop Combination Trail gehen.

Dank des reichlichen Schneefalls in diesem Winter liegt der Schnee im Park noch 2 bis 3 feet hoch. Die Wege sind schneebedeckt, vereist und matschig. Wanderer sollten Wanderschuhe mit griffiger Sohle für den nötigen Halt tragen und Vorsicht an steilen Wegesabschnitten walten lassen.

Serpentinen des Navajo Loop Trails hinab zur Wall Street. Fotoquelle: Stefan Kremer

Steinschlag ist Teil der natürlichen geologischen Prozesse, durch die die farbenprächtigen Hoodoos (Steinsäulen) entstehen. Den Prozess nennt man Frostsprengung: Wasser von Regen und Schnee gelangt tagsüber in die Risse der Felsen und gefriert dann nachts. Durch die enorme Kraft, die beim Ausdehnen des gefrorenen Wassers entsteht, werden die Risse ausgedehnt und der Fels gelockert. In seiner Höhe von 2.600 Metern erlebt der Bryce Canyon im Schnitt an 200 Tagen diesen Frost- und Tauzyklus. Während dieser Zeit sind Schließungen von Wanderwegen keine Seltenheit. Im Mai 2006 ereignete sich in der Wall Street ein großer Felssturz, der auf rund 20 Meter Länge den Navajo Loop Trail 4,5 Meter hoch mit Geröll bedeckte. Das waren geschätzte 400 bis 500 Tonnen, wovon der größte Fels so groß wie ein Midsize Auto war. Die Wall Street wurde seinerzeit für über ein Jahr geschlossen bis Bauarbeiter einen neuen Weg um den Felssturz herum errichtet hatten.

Quelle: http://www.nps.gov/brca/parknews/rockfall2010.htm 01.04.2010

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