Salazar zieht 77 Parzellen von Landverpachtung in Utah zurück
11. Februar 2009 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens
Als klares Signal, dass die Obama-Administration eine andere Auffassung von Energiegewinnung auf öffentlichem Land hat, hat Innenminister Ken Salazar am 04.02.2009 die Landversteigerungen zur Öl- und Gasgewinnung auf 77 Parzellen im südöstlichen Utah abgesagt, die in der Öffentlichkeit zu Unmut geführt hatten. “In den letzten Wochen ihrer Amtszeit ist die Bush-Administration vorgeprescht, um Öl- und Gaspachten vor den Türschwellen einiger der schönsten und schützenswertesten Landschaften unserer Nation in Utah zu verkaufen”, sagte Salazar. “Wir müssen unsere Öl- und Gasvorkommen verantwortungsbewusst nutzen, um unsere Abhängigkeit von ausländischem Öl zu reduzieren. Aber wir müssen dies gut überlegt und in einer ausgewogenen Art und Weise machen, die es uns erlaubt, unsere markanten Landschaften und kulturellen Ressourcen wie den Arches National Park, Canyonlands National Park, Dinosaur National Monument und Nine Mile Canyon für zukünftige Generationen zu erhalten. Ich habe das Bureau of Landmanagement angewiesen, die Gebote für 77 Parzellen der Auktion vom 19. Dezember 2008 nicht anzunehmen, die in unmittelbarer Nähe dieser Nationalparks, Monumente und sensiblen Lanschaften liegen.”
Die Entscheidung Salazars, die die Vorgehensweise der Bush-Administration vom Dezember 2008 aufhebt, welche die Energiegewinnung auf 130.225 acres nahe den unberührten Landschaften wie Nine Mile Canyon, Arches National Park und Dinosaur National Monument erlaubte, ist ein Schritt einer ganzen Serie von Maßnahmen, die die Regierung und die Demokraten des Kongresses planen, um die Erdölförderung, Bergbau, Holzgewinnung und anderere rohstoffgewinnende Maßnahmen föderal zu regulieren.
Quelle: http://www.freerepublic.com/focus/f-news/2178991/posts 05.02.2009
Quelle: http://www.thecherrycreeknews.com/content/view/3906/2/ 06.02.2009
TripleC: Canyon – Camping – Convertible
15. Januar 2009 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Reiseberichte, USA-Homepage
Es ist die unglaubliche 32. USA-Reise, die Anita und Hartmuth Schütt im Oktober 2008 in den Südwesten unternommen haben. Gewohnt ausführlich berichten die beiden Kölner in ihrem neuesten Bericht über die Tour, der sie den Titel “TripleC: Canyon – Camping – Convertible” gegeben haben; eine, wie ich finde, sehr passende Zusammenfassung.
Die Reise – eine Mischung aus Hotel-, Camping- und Wanderurlaub – führte die beiden von Las Vegas über die Corral Pink Sand Dunes nach Moab. Von hier aus – einem der drei großen Schwerpunkte der Reise – besuchten sie unter anderem die Fisher Towers, den Negro Bill Canyon, Arches und Canyonlands und den Corona Arch.
Es folgte der Zion National Park mit einer Wanderung zur Subway, dem Hidden Canyon Trail und den Kolob Canyons. Mit kurzem Stopp am Grand Canyon erreichten sie schließlich über Seligman an der Route 66 wieder Las Vegas, den Ausgangspunkt für die weiteren Erkundungen im Umfeld. Für den Verlust ihres heiß geliebte Frontier Hotels am Strip, das 2007 gesprengt wurde, haben sie offenbar einen würdigen Ersatz gefunden, so dass der Besuch im Valley of Fire und Death Valley von einer behaglichen Basisstation aus erfolgen konnte.
Was mich an dem Reisebericht fasziniert ist die gleichbleibende Ausführlichkeit und die heitere Art der tagebuchartigen Beschreibungen mit einem angenehmen persönlichen Touch, was die Reise beim Lesen gedanklich sofort nachvollziehbar macht. Hinzu kommen die wunderbaren Fotos, die mittlerweile Profiqualität erreicht haben. Der Bericht strotzt nur so vor erstklassigen Aufnahmen. Das neue Design der Webseite ist zudem eine deutliche Verbesserung. Was soll ich noch weiter schreiben, lest einfach selbst:
http://www.usa-homepage.de/2008-09/2008-09.htm
Utah: Erste Kompromisse bei der Landverpachtung
26. November 2008 von Stefan Kremer
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Das Bureau of Land Management (BLM) hat am Dienstag die Versteigerung von einigen Parzellen Land für die Öl- und Gasgewinnung nahe den Nationalparks in Utah verschoben. Die Versteigerung sollte ursprünglich für alle Gebiete am 19.12.2008 stattfinden. Nun werden an dem Termin immerhin noch die Mehrzahl der Parzellen an Firmen versteigert. Die Angaben über die Zahl der aufgeschobenen Verpachtungen variiert jedoch. Während die Umweltschützer 34 zählen gibt der BLM lediglich 18 an. Deseret News berichtet hingegen von 24 Parzellen, die 37.119 Acres umfassen, und verbleibenden 64 Parzellen mit 93.000 Acres. Laut dem National Park Service (NPS) ist jedoch die Lage von 93 Parzellen bedenklich, da diese die nahegelegenen und teilweise direkt anschließenden Nationalparks Arches und Canyonlands sowie das Dinosaur National Monument nachhaltig und irreparabel beeinträchtigen würden. Durch die Verschiebung wird dem NPS mehr Zeit eingeräumt, um die Pläne des BLM besser prüfen zu können. Diese Parzellen werden dann in der nächsten Versteigerung, die einmal pro Quartal stattfindet, angeboten.
Die Vorgehensweise bei der Verpachtung ist ungewöhnlich, da der BLM den NPS umgangen hatte. Dieser hat normalerweise ein Mitspracherecht bei Landverpachtungen in unmittelbarer Nähe von Nationalparks. DIe jetzige Bundesregierung hat jedoch durchgesetzt, dass in den letzten Tagen der Amtszeit von Präsident Bush noch diese Maßnahmen angestoßen werden. Da der zukünftige Präsident Obama bereits Widerstand gegen diese Maßnahmen angekündigt hat ist es wahrscheinlich, dass die verschobenen Verpachtungen letztlich nicht stattfinden werden. Der Widerstand in der Bevölkerung gegen die industrielle Nutzung in den Wilderness Areas ist indes groß. Zwei Abgeordnete des Kongresses und acht Senatoren haben sich in den Streit zwischen NPS und BLM eingeschaltet und fordern in zwei Briefen den Innenminister Dirk Kempthorne dazu auf, sich mehr für den Schutz der Landschaft einzusetzen. Immerhin werden auch zahlreiche Artefakte der amerikanischen Ureinwohner beispielsweise im Nine Mile Canyon der industriellen Erschließung unwiderbringlich zum Opfer fallen.
Unter dem Druck aufgebrachter Anwohner bei Moab hatte der BLM bereits vergangene Woche eine 600 Acres große Parzelle von der Verpachtung zurückgezogen, da sie einige Wohnhäuser sowie einen Golfplatz im Spanish Valley umfasste.
Auf den folgenden Landkarten des BLM sind die Gebiete rot einzeichnet, die am 19. Dezember 2008 zur Pacht angeboten werden sollen. Dies sind alle Gebiete inklusive denen, die nun erst später verhandelt werden sollen.
(Quelle, 26.11.2008)
(Quelle, 26.11.2008)
Utah: Obama will Ölbohrungen verhindern
12. November 2008 von Stefan Kremer
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Noch ist Barack Obama nicht Präsident, doch schon engagiert er sich gegen die von Präsident Bush angestoßene Öl- und Gasgewinnung in Utah, die noch während seiner Amtszeit gültig werden soll. Einige dieser geplanten Pachten liegen in unmittelbarer Nähe von National Parks wie Arches oder Canyonlands. Andere liegen beim archäologisch reichhaltigen Nine-Mile Canyon. Der Transition Chief aus Obamas Team, John Podesta, äußerte, dass Obama diese Pachten rückgängig machen wolle sobald er im Amt sei.
“Die Besucher (der National Parks) kommen nicht um Ölfelder oder Förderanlagen zu sehen. Sie kommen um sich der Naturschönheiten unseres Bundesstaates zu erfreuen”, sagte Lawson LeGate vom Sierra Club in Salt Lake City.
Naturschützer behaupten, der Verkauf von Pachten, der am Wahltag bekanntgemacht wurde, sei ein Last-minute Geschenk von Bush an die Industrie. Lee Peackock von der Utah Petroleum Association hingegen sagt, dem Verkauf gingen sechsjährige Studien unter Beteiligung der Öffentlichkeit voraus.
Die Nationalparkverwaltung (NPS) hat den seltenen Schritt unternommen, eine Schwestergesellschaft (BLM) zu kritisieren. Der Kongressabgeordnete Jim Matheson sagte, das BLM hätte sich mit dem NPS beraten sollen. “Ich glaube, der National Park Service hatte keine Gelegenheit, seine Position darzulegen – und wir reden von Öl- und Gasbohrungen direkt an den Grenzen eines Nationalparks”, sagte Matheson.
Am 10.11.2008 teilte das BLM mit, man werde sich mit dem NPS zusammensetzen und die Verpachtung Parzelle für Parzelle besprechen. Matheson spricht sich nicht dafür aus, dass Obama in diesem Fall entscheidet. Er erinnert an den Fall, wo Präsident Bill Clinton unilateral ein National Monument in Utah erklärte. Das war nicht der richtige Weg, so Matheson.
(Quelle, 10.11.2008)
Utah: BLM plant industrielle Erschließung riesiger Naturgebiete
16. Oktober 2008 von Stefan Kremer
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Das Bureau of Landmanagement hat in den letzten zwei Monaten sechs Landnutzungspläne (RMP’s) zur Landerschließung im Gebiet um die Nationalparks Arches, Canyonlands, Capitol Reef und das Dinosaur National Monument veröffentlicht. Darin wird ein Gebiet von 11 Millionen acres inklusive 5 Millionen acres, die als Wilderness ausgeschildert sind, als “multiple use” ausgezeichnet. Dies macht den Weg frei für Öl- und Gasbohrungen, Kohleabbau und Off-Road Zugang für diese landschaftlich wertvollen Gebiete mit ihren Canyons. Außerdem sollen 19.800 Meilen Straßen angelegt werden. Die Pläne haben jeweils eine Einspruchsfrist von einem Monat. Doch da sie im Wochenabstand herausgegeben wurden ist es nahezu unmöglich, die etwa 1.000-seitigen Pläne innerhalb der kurzen Zeit zu sichten und konstruktive Kritik zu äußern. Somit stehen am Ende der Amtszeit der jetzigen Regierung unter Präsidenten George W. Bush tiefgreifende Veränderungen in der Landschaft rundum die Nationalparks bevor, die offenbar noch verabschiedet werden sollen und die sicherlich vielschichtige negative Auswirkungen auf selbige haben dürften. Die Ruhe und Abgeschiedenheit in den wunderbaren Landschaften Utahs könnte bald vorüber sein.
(Quelle, 15.10.2008)
Desert Silence
28. September 2008 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Reiseberichte, Westernlady's World
Silke (Westernlady) hat ihren neuesten Reisebericht, “Desert Silence“, fertiggestellt.

Unterwegs auf der Castle Hot Springs Road
Die 19-tägige Tour führte sie von Las Vegas aus in süd-östliche Richtung quer durch die Wüstenlandschaften Arizonas und zu den bekannten Nationalparks in Süd-Utah. Es ist eine sehr naturverbundene Tour durch die einsame und landschaftlich sehr reizvolle Gegend, mit zahlreichen Gravelroads, Ghosttowns und Canyons. Der Name ist gut gewählt und hält was er verspricht: es ist eine Tour abseits der Highways und Großstädte; etwas für wahre Wildwest-Pioniere. Die erste Station nach Las Vegas war die Geisterstadt Chloride. Via Kingman ging es durch zunehmend schöner werdende Landschaften mit Kakteen und Felsen zum Kaiser Spring Canyon und zum Watson Lake bis Prescott. Nach Besichtigung der Vulture Mine, einer verlassenen Bergbausiedlung, fuhr Silke über die Castle Hot Springs Road quasi querfeldein bis nach Phoenix.

Die kleine und beschauliche Geisterstadt Goldfield
Es folgte ein Loop über den berühmten Apache Trail, mit Stopps an der Ghosttown Goldfield, dem Lost Dutchman State Park und dem Tonto National Monument, wo man Indianerbehausungen wie in Mesa Verde bewundern kann. Nach einem Abstecher zum Hewitt Canyon führte die Tour nach Ajo, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung des Organ Pipe Cactus National Monument. Hier wie auch im Saguaro National Park gab es in der Abgeschiedenheit der Wüste stattliche und wunderschöne Kakteen zu sehen. Es folgte ein Tag rund um Tuscon, und am nächsten Tag ging es über Phoenix nach Page, von sie Volker von lalasreisen.de traf und mit ihm den Stud Horse Point und die markanten White Rocks besichtigte.

Die Mission San Xavier del Bac bei Tucson
Der nächste Tag stand im Zeichen der Wave und ihrer Umgebung – House Rock Valley Road, Coyote Buttes South, Paw Hole, White Pocket und Corral Valley – ehe es über White Mesa Bridge, Coal Mine Canyon und den mysteriösen Blue Canyon nach Chinle weiter ging. Nach so vielen wenig bekannten Orten folgten nun der Canyon de Chelly, das Monument Valley und sehr ausführlich der Arches Nationalpark und seine Umgebung sowie Canyonlands mit dem Dead Horse Point State Park. Über Capitol Reef und die schöne SR 12 fuhr Westernlady weiter nach Escalante und der Hole in the Rock Road, um dann über Bryce Canyon, Cedar Breaks, St. George und Valley of Fire wieder nach Las Vegas zurückzukehren.

Einzigartige Hoodoos am Stud Horse Point
Der Bericht ist lebendig und spannend beschrieben und macht unheimlich Spaß beim Lesen. Ich habe ihn verschlungen. Die Fotos zeigen die phantastische Landschaft bei tollem Wetter. Wer eine etwas andere Urlaubsroute “off the beaten tracks” sucht, sollte sich den Bericht genau durchlesen.







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