Wanderung | Hike – Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

21. November 2014 von  
Abgelegt unter Reiseberichte, Zehrers Place!

Das Abenteuer beginnt um 6 Uhr, die Sonne hat diese Hemisphäre noch nicht ganz erreicht. Wir sind bereits jetzt ziemlich durchgefroren, da die Heizung im Zimmer irgendwie nicht anspringt und draußen hat es momentan nur 35 Grad Fahrenheit, was dem Gefrierpunkt verdammt nahe kommt. Nur der Kaffee, den wir uns noch auf dem Zimmer gönnen, wärmt punktuell.

We hit the road at 7 o’clock. Stilecht, aber sicher auch durchgefroren, fährt ein Harleyfahrer durch die Gebirgslandschaften, die erst nach und nach vom Schein des Planeten erreicht werden. Der Rio Grande scheint auch zu frieren, denn er erweckt den Eindruck, wie wenn er besonders schnell weiter möchte. Nach 15 Meilen das ersehnte Schild „Pool Table Road“. Sie führt uns nach oben immer dem Himmel entgegen. Die gut zu befahrbaren 10 Meilen bis zur Hanson Mill schlängeln sich durch kleine Wälder und über weite Berghänge. Als wir in zunehmender Höhe der leuchtenden Sonne entgegen kommen, eine Vollbremsung! Der tiefstehende Planet leuchtet direkt auf meine Windschutzscheibe und nachdem die alles andere als sauber ist, kommt die Weiterfahrt einem Blindflug gleich. Gemächlich und teilweise auf gut Glück geht es dann trotzdem voran und Gott sei Dank blenden die Bäume bald die Sonne wieder ab.

Wir sind an der Hanson Mill, das Thermometer zeigt inzwischen 39 Grad, und stehen mitten im Rio Grande National Forest. Die Dirt Road 600, die hinauf führt, ist wie gestern und 2008 geschlossen. Wir werden feststellen, dass die Straße den Namen nicht verdient und es mit einem Mietauto vermutlich fahrlässig blöd wäre, das Teil zu befahren. Es stellt sich nur die Frage, warum es nicht unten an der Abzweigung angeschlagen ist. Man könnte sich doch die 10 Meilen sparen. Egal, wir packen jetzt unsere Rucksäcke, schnüren die Bergschuhe und machen uns auf den Wheeler Area Trail 790.

Die ersten beiden Kilometer führt der Weg bergab durch einen Zauberwald. Der Wind rauscht durch die Wipfel und das Knarren der Bäume erzeugt eine unheimliche Atmosphäre. Erst dann wird das Gelände offener und weiter. Der Blick richtet sich hinunter in den East Bellows Creek. Es ist kein Boden auszumachen, aber das Wasser rauscht laut und gewaltig und nach einem Blick auf die topographische Landkarte wird klar, dass wir diesen Bach überqueren müssen. Nach 3,5 Kilometern führen Serpentinen tatsächlich ans Wasser, das hier zwischen 3 und 5 Meter breit ist. Es sieht auch nicht so aus, als ob eine Lavaquelle das Nass geheizt hätte und nach ein wenig hin und her die Erkenntnis: Es hilft nichts, – Augen zu und durch! Wir hetzen durch das Wasser, das bis zu den Knien reicht. Auf der anderen Seite leeren wir unsere Schuhe und winden die Strümpfe aus. Lustig war ’s und die weiße Hornhaut zeugt von einem kleinen Kälteschock. Aber nach ein paar Schritten wärmt sich der Fuß auch wieder auf und so stapfen wir frohen Mutes bis zum Canon Nueve. Der Bach biegt nach rechts ab und der Trail nimmt die entgegengesetzte Richtung nach Nordwesten. Nun geht es hinauf auf den Silver Park und nach 5,4 Kilometern in dieser mächtigen Natur begegnet uns unnatürliche Kunst. Ein paar Unerschrockene haben hier einen Riesenhoodoo aus Steinen errichtet; da war wohl jemandem sehr langweilig.

Nach sechseinhalb Kilometern erreichen wir wieder den Wald. Der Trail wird flach, aber der Boden ist ziemlich nass, so dass fortwährend Umgehungen für trockene Füße sorgen müssen. Wir sind inzwischen auf über 11.300 Fuß, also bald auf 3.500 Meter. Das Atmen fällt uns in dieser Höhe zunehmend schwerer, der Druck auf den Kopf wird spürbar. Über eine weite Hochebene erreichen wir nach 9,8 Kilometer – wir sind jetzt drei Stunden unterwegs – die Dirt Road 600, die von unten herauf in einem großen Rechtsbogen, also unendlich länger als der Trail, nach oben führt. Der Augenschein stellt fest, dass diese Strecke nur noch durch ein Quad befahrbar ist, obwohl überall versucht wurde, die tiefen Löcher mit schweren Ästen zu minimieren.

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Es geht wieder bergab, immer die Dirtroad und der Waldgrenze entlang. Nach 11 Kilometern führt die Strecke ins Unterholz; Baumstämme blockieren den Weg und ein paar hundert Meter weiter der Hammer! Erster Sichtkontakt, durch die Bäume hindurch, mit der Wheeler Geologic Area, die auch als Wheeler Monument bekannt ist. Meilenweit nur Wald und Wiesen und dann auf einmal so eine Felsenlandschaft. Man kann es kaum beschreiben. Wir haben schon viel, aber noch nichts ähnliches gesehen.

Nach 11,65 Kilometer ist die Road zu Ende und der Trail geht nun ziemlich bergauf. Nach 12,3 Kilometern beginnt der sogenannte Wheeler Loop, ein Rundweg um das Monument herum. Wir gehen nach links und verlassen kurz darauf den Trail und damit den Wald zum ersten Viewpoint. Wir stehen plötzlich mittendrin in dieser zauberhaften Landschaft mit Zwergen, Hoodoos, Wellen und Zelten. Uns fehlen die Worte. Nur der Fotoapparat macht Lärm. Außerirdische haben hier ihre Eier abgelegt, die sich fast wie Tannenzapfen schuppen. In Reih‘ und Glied stehen sie senkrecht und warten nur darauf, dass E.T. sie abholt.

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Bis jetzt hatten wir Glück mit der Sonne, aber es kommen dicke Wolken bedrohlich nahe, als wir den zweiten Viewpoint erreichen. Aber das Licht hat uns auch hier den Gefallen getan. Wir haben es unterstützt indem wir mit einem kleinen Berglauf die Zeit bis zum nächsten Fototermin verkürzten. Hier steht eine Bank und lädt zum Verweilen ein. Aber wir haben noch keine Zeit, denn wir müssen noch etwas weiter zum 3. Viewpoint. Und so stehen wir jetzt nach gut 13 Kilometern auf schneeweißem Felsen und blicken hinunter in die unbeschreibliche Geologie.

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Zurück am zweiten Viewpoint erwartet uns die Bank und die Sonne. Überglücklich staunen wir das Monument an. Extraterrestrische Eier, Säulen und Tore, die der verlassenen Felsenstadt Petra in Jordanien in nichts nachstehen, graue Felsen, die ein Indianerdorf respektive deren Zelte nachgebildet haben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nur die Zeit tut es, denn der Rückweg dürfte vermutlich weitere 4 Stunden in Anspruch nehmen.

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Wheeler Geologic Area aka. Wheeler Monument

Und so war es dann auch. Zu allem Überfluss hat es auch noch kurz geregnet, aber als wir die letzte Steigung nach der Wasserdurchquerung angegangen sind, ist ein Ende abzusehen. Aber das muss jetzt auch her, denn wir sind schon ziemlich Kroki. Es waren weniger die Höhenunterschiede, als die Wanderhöhe selbst, die immer über 3.150 bis zu 3500 Metern lag, die uns etwas fertig machten. Na ja, – 26 Kilometer ist ja auch nicht sehr kurz für eine Bergwanderung. Aber die Temperatur mit durchschnittlich 65 Grad war perfekt. Und so stehen wir jetzt endlich wieder vor unserem Auto, trinken Eistee, ich rauche gemütlich eine Zigarette und wir beide sind noch immer hin und weg von der Landschaft dort oben.

Das und vieles mehr gibt es im Reisebericht 2014 – Wheeler

Weitere Bilder gibt es hier

Hikebeschreibung in der USA Hiking Database – mit allen GPS-Daten versteht sich

Südwesten: Schwere Überschwemmungen

9. September 2014 von  
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Die Überreste eines Hurrikanes über dem Pazifik haben in den Wüstenregionen des Südwestens schwere Überschwemmungen hervorgerufen. Besonders Phoenix und Tucson sind betroffen, aber auch Teile von Südkalifornien.

In Phoenix hat der Regen Freeways in Seen verwandelt und zur Schließung von Highways, Straßen und Schulen in der gesamten Region geführt. Dem Sturm voraus ging ein Sandsturm (Haboob), der die Sicht in der Stadt auf nahezu Null reduzierte. In Tucson starb eine Frau als ihr Wagen von den Wassermassen weggespült und an einer Brücke eingeklemmt wurde.

Interstate 10 in Phoenix. Foto: ABC15

Interstate 10 in Phoenix. Foto: ABC15

Der Montag war der regenreichste einzelne Tag in der Geschichte von Phoenix seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1895. In drei Stunden fielen 86 Millimeter Niederschlag. Der monatliche Durchschnitt beträgt 16 Millimeter. Weiterer Regen wird in der Nacht und am frühen Dienstag erwartet.

Governeur Jan Brewer hat angeordnet, dass alle nicht zwingend im Dienst erforderlichen staatlichen Bediensteten am Montag zu Hause bleiben sollen. Gleichzeitig rief sie „für alle betroffenen Gebiete den Notstand wegen schwerem Regen und Überschwemmungen aus“.

Verursacher der starken Regenfälle waren die Überreste von Hurrikane „Norbert“, der in Mexiko an Land gegangen war. Über die Baja California konnten jedoch größe Niederschlagsmengen in die Wüstenregionen des Südwestens gelangen. Solche Tropenstürme ereignen sich nur alle fünf bis zehn Jahrre in Arizona und führen zu langanhaltendem, ausgedehnten Niederschlägen. Monsunregen sind im Vergleich hierzu kürzer und lokal isolierter.

Das Sturmsystem brachte einen seltenen, kurzen Regen in Los Angeles und Teilen von Südkalifornien sowie größere Niederschlagsmengen in der Wüste und den weiter landeinwärts gelegenen Regionen. Bei Palm Springs wurden am Montag Morgen über 40 Rettungseinsätze verzeichnet, die mit dem Regen zu tun haben. Mindestens eine Schule musste wegen Überschwemmung evakuiert werden, berichtet die Desert Sun. Der sich langsam bewegende Sturm ließ in einigen Gebieten die Stromversorgung ausfallen und führte zu einem Verkehrschaos auf dem stark frequentierten Interstate 10.

Der Sprecher von California Highway Patrol, Mike Radford, sagte, der Regen hinterlasse „Tonnen von Geröll“ auf den Highways und überschwemme Nebenstraßen im gesamten Coachella Valley. „Das ist definitiv einer der schlimmsten Stürme, die ich je gesehen habe.“

Am Montag Nachmittag bestend noch für Teile der fünf Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah und Colorado eine Warnung vor Überschwemmungen, so der National Weather Service.

Quelle: http://www.usatoday.com/story/weather/2014/09/08/phoenix-arizona-rainfall-flooding/15284743/ 08.09.2014

Erste National Parks wieder geöffnet – eine Übersicht

12. Oktober 2013 von  
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Nachdem seit dem 1. Oktober alle 401 National Parks und National Monuments aufgrund eines Government Shutdowns geschlossen waren (sh. hier) haben nun einzelne Bundesstaaten Lösungen gefunden, um ihre National Parks und Monumente zumindest teilweise wieder zu eröffnen. Der Shutdown kostet die Kommunen nahe der National Parks und Monumente nach einem Gutachten der Coalition of National Park Service Retirees national rund 76 Millionen Dollar pro Tag.

Foto: wikipedia

Foto: wikipedia

Im Folgenden haben wir eine Übersicht über die aktuelle Situation in den einzelnen Bundesstaaten zusammengestellt.


Lage in Utah

Utah hat der Bundesregierung in Washington 1,67 Millionen Dollar überwiesen, damit die fünf National Parks Zion, Bryce Canyon, Canyonlands, Arches und Capitol Reef, die National Monuments Cedar Breaks, Rainbow Bridge und Natural Bridges sowie die Glen Canyon National Recreation Area wieder geöffnet werden können. Dies teilte Governor Gary Herbert am Donnerstag mit. Die Parks, Campground und alle Infrastruktureinrichtungen sind ab Samstag wieder komplett geöffnet. Das Geld reicht für zehn Tage. Sollte mehr benötigt werden hat der Bundesstaat weitere Mittel in Aussicht gestellt.

Geschlossen bleiben hingegen Dinosaur National Monument und Hovenweep National Monument.


Lage in Arizona

Jan Brewer, Governeurin von Arizona, konnte ebenfalls nach stockenden Verhandlungen mit dem Innenministerium eine Übereinkunft mit der Bundesregierung erzielen. 651.000 Dollar aus Landesmitteln und anderen Quellen hat Arizona an den National Park Service überwiesen, um den Grand Canyon ab dem 12. Oktober für sieben Tage offen zu halten.

Canyon de Chelly ist geöffnet, weil er in Zusammenarbeit mit der Navajo Nation betrieben wird. Nur das Visitor Center bleibt geschlossen. Saguaro und Petrified Forest hingegen bleiben genauso geschlossen wie die National Monuments Tuzigoot, Navajo, Wupatki, Sunset Crater, Ganado Trading Post, Montezuma Castle, Tonto, Chiricahua, Organ Pipe Cactus, Pipe Springs, Casa Grande sowie das Tumacacori National Historic Monument, die Lake Mead National Recreation Area, das Coronado National Memorial und die Fort Bowie Historic Site.


Lage in Colorado

Auch in anderen Bundesstaaten hat man Übergangslösungen gefunden. So hat Colorado am Freitag bekannt gegeben, den Rocky Mountain National Park am Samstag vorübergehend zu öffnen. Der Bundesstaat hat sich dazu durchgerungen, die benötigten Mittel für zehn Tage zur Verfügung zu stellen. Die Trail Ridge Road wird umgehend öffnen sobald der Highway vom Schnee befreit ist. Ob auch die übrigen Parks in Colorado wie Mesa Verde, Black Canyon of the Gunnison oder Great Sand Dunes öffnen können ist noch unklar.


Lage in Kalifornien, Montana und Wyoming

Die Governeure von Kalifornien, Montana und Wyoming haben mitgeteilt, ihre Bundesstaaten hätten keine Mittel für die Wiedereröffnung der National Parks. Somit bleiben Yosemite, Yellowstone und Glacier wohl geschlossen bis der Haushaltsstreit beigelegt ist.

Quelle: http://www.reuters.com/article/2013/10/11/us-usa-fiscal-parks-idUSBRE99A0EW20131011 11.10.2013
Quelle: http://arizonaguide.com/places-to-visit/national-parks-and-monuments-update 11.10.2013
Quelle: http://www.visitutah.com/national-park-travel-advisory/ 12.10.2013

Rocky Mountain High 2011

7. September 2011 von  
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In ihrem neuesten Reisebericht berichten Simon und Kathrin auf ihrer Webseite http://simon-unterwegs.com/reiseberichte/rocky-mountains-2011 seit dem 2. September live aus ihrem aktuellen Urlaub in den Rocky Mountains.

Zehn Nationalparks stehen auf dem Programm: Rocky Mountain NP, Badlands NP, Yellowstone NP, Grand Teton NP, Zion NP, Bryce Canyon NP, Capitol Reef NP, Arches NP, Canyonlands NP und Black Canyon of the Gunnison NP. Daneben gibt es natürlich noch einige National Monuments und State Parks zu bestaunen.

Da die beiden nur Hotels mit kostenlosem WiFi gebucht haben steht der täglichen Ergänzung nichts im Wege. Die Reiseroute sieht wie folgt aus:

Die Reiseroute führt durch sieben Bundesstaaten

02. September: München – Denver
03. September: Denver
04. September: Denver – Winter Park
05. September: Winter Park – Cheyenne
06. September: Cheyenne – Hill City
07. September: Hill City
08. September: Hill City – Sheridan
09. September: Sheridan – Cody
10. September: Cody – Gardiner
11. September: Gardiner – West Yellowstone
12. September: West Yellowstone
13. September: West Yellowstone
14. September: West Yellowstone – Idaho Falls
15. September: Idaho Falls – Salt Lake City
16. September: Salt Lake City – Springdale
17. September: Springdale
18. September: Springdale – Torrey
19. September: Torrey – Moab
20. September: Moab
21. September: Moab
22. September: Moab – Montrose
23. September: Montrose – Colorado Springs
24. September: Colorado Springs – Denver
25. September: Denver – München

Schaut einfach mal bei http://simon-unterwegs.com/reiseberichte/rocky-mountains-2011 vorbei und reist auf dieser nicht ganz alltäglichen Route in Gedanken mit. Vielleicht ist es eine Inspiration für den eigenen nächsten Urlaub…

Mesa Verde: Vandalen feuern auf Entrance Station

7. März 2011 von  
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Ein Vandale hat mit einer Schusswaffe die Eingangsstation des Mesa Verde National Park beschädigt. Sprecher des Parks teilten mit, jemand hätte in der späten Mittwochnacht oder am frühen Donnerstagmorgen zwei Schüsse auf die Entrance Station beim Highway 160 abgegeben. Das Gebäude der Entrance Station verfügt über Panzerglas, so dass die Kugeln abprallten. Dennoch zersplitterte die Glasoberfläche. Der Schaden wird auf 2.000 Dollar geschätzt.

Das Spruce Tree House. Foto: wikipedia

Mesa Verde National Park befindet sich in Süd-Colorado zwischen Durango und Cortez. Der Park schützt mehr als 4.000 bekannte archäologische Stätten einschließlich 600 Felsenwohnungen.

 

Quelle: http://www.thedenverchannel.com/news/27081675/detail.html 04.03.2011

Colorado National Monument: Höhere Eintrittspreise ab Mai

6. März 2011 von  
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Ab Mai 2011 wird ein Besuch des Colorado National Monument etwas teurer werden. Der Park gibt bekannt, dass ab dem 2. Mai die Eintrittspreise pro Fahrzeug von 7 auf 10 Dollar und für Fußgänger und Fahrradfahrer von 4 auf 5 Dollar erhöht werden. Der Annual Park Pass, der den Zugang für ein Jahr ermöglicht, verteuert sich von 20 auf 25 Dollar. Dies sind die ersten Preiserhöhungen seit sechs Jahren.

Das Colorado National Monument hat derzeit noch eine begrenzte Menge an Annual Passes für 20 Dollar, die bis zu ihrem Ausverkauf angeboten werden, selbst wenn dies nach dem 2. Mai sein sollte. Man kann diese an beiden Parkeingängen, am Visitor Center oder nach telefonischer Reservierung unter (970) 858-3617, Durchwahl 334 per Post erhalten.

Independence Monument mit Fruita im Hintergrund. Foto: wikipedia

Die Saddlehorn Campground Gebühr von bisher 10 Dollar wurde in den vergangenen 20 Jahren nicht verändert und steigt nun auf 20 Dollar pro Nacht. Senioren ab 62 Jahren, die im Besitz eines Golden Age passport sind, erhalten einen 50-prozentigen Rabatt auf die Campgebühren.

 

Zum Vergleich: die nahegelegenen staatlichen und privaten Campgrounds in Fruita, Colorado und Grand Junction, Colorado verlangen abhängig von der Größe des Zeltplatzes zwischen 26 und 40 Dollar pro Nacht. Devils Garden Campground im Arches National Park berechnet 20 Dollar pro Nacht und ist mit dem Saddlehorn Campground vergleichbar. Die Übernachtungsgebühren des Morefield Campground im Mesa Verde National Park beginnen bei 23 Dollar.

Die Einnahmen der Parkeingänge und der Campgrounds werden dazu verwendet, die Infrastruktur des Monuments einschließlich des Wasser- und Abwassersystems sowie der Wege und Besuchereinrichtungen zu verbessern. Derzeit werden auch die 47 Jahre alte Ausstellungen im Visitor Center sowie veraltete Tafeln an den 19 Aussichtspunkten entlang des Historic Rim Rock Drive ausgetauscht, alternde Wasserrohre werden ersetzt, und am Saddlehorn Campground wird eine behindertengerechte Toilette errichtet.

Quelle: http://www.nationalparkstraveler.com/2011/03/fee-increase-approved-colorado-national-monument7702 03.03.2011

Mesa Verde: Wasserschaden führt zu freiem Eintritt

8. Februar 2011 von  
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Am 02.02.2011 ist im Chapin Mesa Archeological Museum das Feuerlöschsystem geborsten und hat zur Schließung eines Teils der Ausstellungsräume geführt. Die Lobby, der Diorama-Bereich und das Auditorium sind für die Öffentlichkeit auch weiterhin zugänglich. Die Eintrittspreise für den Park werden während den Reparaturarbeiten vom 7. bis zum 16. Februar erlassen.

Cliff Palace im Mesa Verde NP. Foto: wikipedia

Das Chapin Mesa Archeological Museum ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Zusätzliche Informationen kann man auf der Informationshotline des Parks unter (970) 529-4465 abrufen.

Quelle: http://www.nps.gov/meve/parknews/11_03_museum_exhibit_closure.htm 03.02.2011

Lake Mead: Fischsterben

23. Mai 2009 von  
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Der National Park Service meldet, dass Biologen derzeit versuchen, die Ursache für das Fischsterben, vornehmlich von Karpfen, im Lake Mead zu ermitteln. Mitarbeiter der Nevada und Arizona fish and garne haben Stichproben gesammelt. Mit den Testergebnissen wird Ende nächster Woche gerechnet. Der Park Service sagte, die Besucher am Memorial Day Wochenende könnten einen unangenehmen Geruch entlang des Colorado River Reservoir hinter dem Davis Dam nördlich von Laughlin und Bullhead City, Arizona wahrnehmen. Nach Aussage der Behörden gebe es derzeit keine bekannte Gefahr für Menschen, aber vorsorglich rät man von jeglichem Kontakt mit den toten Fischen ab. Nach Aussage des Park Service gab es in der Vergangenheit keine vergleichbare Meldung über Karpfensterben im Lake Mead.

Quelle: http://www.rgj.com/apps/pbcs.dll/article?AID=200990522008 22.05.2009

Black Canyon: Geplante Überflutung

14. Mai 2009 von  
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Eine brausende Wasserfontaine schoss am Mittwoch über den Auslass des Crystal Dams in den Black Canyon of the Gunnison National Park. Der Wasserablass beendete einen 36-jährigen Kampf des National Park Service mit den Betreibern mehrerer Dämme flußaufwärts um eine regelmäßige Überflutung des Canyons im Frühjahr, um den Fluß zu reinigen. „Dies ist der Beginn der Reparatur und Heilung des Ökosystems des Parks“, sagte der Park Service Hydrologe Michael Dale.

Bevor das Bureau of Reclamation in der vergangenen Woche damit begann, das Wasser für die Spülung aufzustauen flossen rund 1.000 cubic feet pro Sekunde durch den Gunnison River. Am Mittwoch Morgen betrug der Durchfluss 7.500 cubic feet pro Sekunde. Das sind 2 Millionen Gallonen pro Minute. Dieser stärkere Durchfluss soll das natürliche Hochwasser im Frühjahr nachahmen sowie Sediment und Algen entfernen. Außerdem sollen Hindernisse, die zu Stromschnellen führen, und wuchernde Ufervegetation weggespült werden, sagte Dale. „Eine Überflutung eines Jahres reicht nicht aus, aber wir können nun auf eine Flut im Frühjahr in den meisten Jahren rechnen.“

Der natürliche Durchfluss des Gunnison wurde in den 1970ern durch die Aspinall Unit, ein Zusammenschluss von drei Staudämmen des Bureau of Reclamation, blockiert. Der Park Service versuchte seit 1972, Wasserrechte für den Canyon zu erlangen. Diese wurden Ende 2008 gewährt. „Dies war einer der längsten und komplexesten Wasserrechtsstreitigkeiten in Colorado“, sagte Drew Peternell, ein Rechtsanwalt der Sportlervereinigung Trout Unlimited. Um dieses Recht zu erstreiten mussten die Belange der Stromerzeuger, Rancher und Farmer sowie der flussabwärts gelegenen Städte, die einer Flutwelle kritisch gegenüber standen, gehört werden. „Wir haben einen Konsens gefunden, den jeder unterstützen konnte“, sagte Clayton Palmer, ein Umweltfachmann der Western Area Power Authority, die die Elektrizität der Aspinall Unit vermarket.

Quelle: http://www.denverpost.com/news/ci_12365194 14.05.2009

Colorado: Sinkender Pegel führt zu Stromschnelle

9. Mai 2009 von  
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Die sinkenden Wasserstände im riesigen Lake Mead Reservoir haben die Marinas zu immer kleiner werdenden Häfen und die Bootsstege hoch und trocken werden lassen. Nun hat die Trockenheit ein neues, unerwartetes Problem im Colorado auftreten lassen: Stromschnellen. An der östlichsten Seite des Reservoirs, 120 Meilen von Las Vegas entfernt, hat sich eine kleine, aber gefährliche neue Verwirbelung im Wasser gebildet, wo zuvor flaches Wasser gewesen war. Die sogenannten Pearce Ferry Rapid sind durch einen starken Höhenabfall und eine scharfe Rechtskurve geprägt, bei der sich der Colorado um einen zu Tage getretenen Felsen windet. Auf Rafting-Webseiten wird diese Stelle auf einer Skala von 1 bis 6 als Klasse 4 Stromschnelle beschrieben. „Dieses Ding ist in den letzten anderthalb Jahren signifikant schlimmer geworden“, sagte Jim Holland, Parkplaner der Lake Mead National Recreation Area. „Es ist sehr viel dramatischer geworden.“

Während ab dem Jahr 2000 Trockenheit den Colorado prägte ist der Wasserstand im Lake Mead um mehr als 100 feet gesunken. Diese Absenkung hat dem Colorado dutzende von Meilen Land in Nordwest Arizona, wo das Erholungsgebiet auf den Grand Canyon Nationalpark trifft, abgerungen. „Es war dort früher kein Fluss; es war ein See“, sagte Mark Grisham, Executive Director der Grand Canyon River Outfitters Association. Doch anstatt in sein historisches Bett zurückzukehren hat der Fluss sich einen neuen Lauf durch die dicken Schlammschichten gesucht, die sich nach der Fertigstellung des Hoover Dams 1935 angesammelt haben. Genau unterhalb der alten Pearce Ferry Bootsanlegestelle stößt dieser neue Lauf „direkt auf eine Felswand, verwirbelt und kehrt um“, sagte er. Holland gibt zu, dass dies nicht eines der üblichen Probleme ist, mit der das Team des National Park Service am Lake Mead befasst ist. „Es ist schon eine Ironie, dass diese Flachwasserjungs nun mit Wildwasser zu tun haben“, sagte er. Natürlich kann man die neue Stromschnelle nicht mit den Großen im Grand Canyon vergleichen, aber Pearce Ferry Rapid erzeugt Kopfzerbrechen bei den kommerziellen Raftinganbietern, deren Touren durch den Grand Canyon an dem See enden. „Es ist eine sehr ungewöhnliche Situation. Es passiert nicht jeden Tag, dass sich eine neue Stromschnelle in einem Fluss bildet. Aus geologischer Perspektive ist es sehr interessant. Aus operativer Sicht ist es ein echtes Problem“, so Graham. Der Park Service hat die Bootsanlegestelle bei Pearce Ferry 2002 wegen des gefallenen Wasserspiegels geschlossen. Kommerzielle Rafter sind nun gezwungen, bei ihren Touren 15 Meilen weiter bis zur South Cove am Lake Mead zu fahren. South Cove ist nun das Ende der Trips für mehr als die Hälfte der 18.500 Menschen, die jedes Jahr an einer kommerziellen Raftingtour teilnehmen, sagte Grisham. Und während die Flöße die Pearce Ferry Rapid ohne allzu große Mühe überwinden können haben die Wasserstrudel den Verkehr flussaufwärts für die meisten Boote unmöglich gemacht. Als ein Resultat können die Raftingunternehmen nun keine Motorboote mehr einsetzen, um ihre Kunden schnell zurück an Land zu bringen und ihnen ein langsames Dahindümpeln über den Lake Mead in der heißen Sonne nach einer aufregenden Wildwasserfahrt durch den Grand Canyon zu ersparen. „Es ist einfach eine schlechte Art und Weise, einen solchen Trip zu beenden“, so Grisham.

Um das Problem zu lösen hat sich der Park Service mit Raftingunternehmen und den Hualapai Indianern zusammengetan, um eine zwei Meilen lange Straße zu bauen, die den Zugang zum Fluss bei Pearce Ferry oberhalb der Stromschnelle ermöglichen soll. Der Indianerstamm ist involviert, weil er Raftingtouren als Teil seiner Grand Canyon Tourismusunternehmungen anbietet, die ebenfalls den 70 feet weit über den Rand des West Rim hinausragenden Skywalk mit seinem gläsernen Boden umfasst. „Die Raftingindustrie und die Hualapai wollten immer schon bei Pearce Ferry aktiv werden“, sagte Grisham. Der Park Service erwog den Bau der Straße bereits vor einigen Jahren, aber verwarf die Idee als zu kompliziert und teuer. Vor etwa sechs Monaten überredeten die Raftinganbieter und Repräsentanten der Indianer den Park Service, das Vorhaben noch einmal zu überdenken und boten sogar an, wenn nötig die Straße selbst zu bauen, sagte Holland. Um die Ernsthaftigkeit ihres Vorstoßes zu untermauern beauftragten sie ein Ingenieurbüro mit dem Anfertigen der Baupläne.

Der Bau der Straße wird voraussichtlich 4 bis 6 Wochen dauern und 770.000 Dollar kosten. Der Park Service wird vermutlich die Rechnung bezahlen, aber zum Unterhalt der Straße wird vermutlich eine Gebühr für Boote bei Pearce Ferry erhoben. Wenn alles nach Plan verläuft können die Arbeiten bereits Ende Mai beginnen und die Straße könnte im frühen Juli geöffnet werden. Grisham und die Raftingunternehmen, die er repräsentiert, hoffen, dass die neue Pearce Ferry Anlegestelle bald öffnet, weil die Raftingsaison von April bis Oktober dauert und ihren Höhepunkt zwischen Mai und Mitte September hat.

Derzeit durchfahren die kommerziellen Raftingpiloten die neue Stromschnelle und entladen ihre Passagiere auf Motorbooten ein Stück stromabwärts, mit denen sie sie nach South Cove fahren. Grisham sagte, diese neue Vorgehensweise, die jedem Grand Canyon Trip 5 bis 7 Stunden hinzufügt, werde nicht für sehr lange funktionieren. Einige spekulieren, dass die Pearce Ferry Stromschnelle sich zu einem Wasserfall herausbilden könnte, der das sichere Navigieren durch diese Stelle selbst für Raftingboote unmöglich macht.

Nicht jeder unterstützt das Straßenprojekt. Tom Martin ist Co-Direktor der River Runners For Wilderness, einer Organisation zum Schutze des Colorado River Wasserscheide und den Rechten privater Bootsfahrer. Er sagte, dass er die Idee eines verbesserten öffentlichen Zugangs oberhalb der neuen Stromschnelle insgesamt mag, aber die Straße erscheint ihm wie eine Geldverschwendung. Entweder werde sie weggespült wenn der Wasserstand im See wieder steige, oder eine andere Stromschnelle werde sich stromaufwärts entwickeln und die Raftingfirmen dazu veranlassen, einen weiteren Zugangspunkt zu verlangen, sagte er. Martin würde empfehlen, dass die Raftingunternehmen auf ihre Motorboote verzichten und die gewonnene Zeit dazu nutzten, ihren Kunden die tatsächlichen Auswirkungen der Trockenheit und des Wassermanagements im Südwesten zu zeigen. Momentan, sagt er, verhält sich der Colorado wie ein „Wasserschlauch, der unkontrolliert im Vorgarten um sich schlägt.“ die Ursache hierfür liege in der Nutzbarmachung eines einst ungebändigten Flusssystems; das Ergebnis sei die Pearce Ferry Rapid.

Quelle: http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/n/a/2009/05/09/state/n000150D83.DTL&type=science 09.05.2009

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