Wide Country

6. März 2010 von  
Abgelegt unter Reiseberichte, Westernlady's World

Es war die Jubiläumstour von Westernlady; die 10. Reise im Südwesten. 2009 reiste Silke nach Arizona und New Mexiko, in die flache und weite Heimat der Wüsten und Saguaros – daher der Tourname. Dabei schien die Reise unter keinem guten Stern zu stehen. Eine Nebenhöhlenentzündung drohte die Reise noch am Vortag des Abflugs scheitern zu lassen. Doch wenn etwas unter einem schlechten Stern zu stehen scheint verwandelt es sich oft in das genaue Gegenteil, und so wurde die Reise ein voller Erfolg.

Kofa Mountains. Fotoquelle: (c) Silke Böhme

In Phoenix sollte die Rundreise beginnen; mal ein anderer Startort als immer Las Vegas. Die erste Station war Grand Canyon. Bevor ich nun zu viele Details verrate nenne ich einfach die wichtigsten Stationen der Reise. Ihr solltet den sehr lesenswerten und kurzweiligen Bericht mit seinen zahlreichen Fotos, Erlebnisschilderungen und Informationen ohnehin im Original lesen.

Auf dem Echo Canyon Trail. Fotoquelle: (c) Silke Böhme

Zunächst also die wichtigsten Stationen der Route: Phoenix, Grand Canyon, Blue Canyon, Chinle, Hope Arch, Window Rock, Ship Rock, Farmington, Bisti De Na Zin Wilderness, Aztec Arches, Angel Peak, Ah Shi Sle Pah Wilderness Study Area, Bisti Wilderness (North Unit), Ghost Town Guadalupe, Rio Puerco Valley, Lybrook Badlands, Lake Abiquiu, Echo Amphitheater, Plaza Blanca, Espanola, White Cliffs, Los Alamos, Rio Rancho, Ojito Wilderness, Valle Grande, Bandelier National Monument, Quebradas Road, Valley of Fires, White Sands, Geronimo Trail, Ghost Town Lake Valley, City of Rocks State Park, Ft. Bowie, Chiricahua National Monument, Ghost Towns Courtland & Gleeson, Wyatt Earp Days in Tombstone, Box Canyon, Madera Canyon, Hwy 86 “Ajo Way”, Organ Pipe Cactus National Monument, Ajo Mountain Drive, Kofa Mountains, Palm Canyon, Imperial Wildlife Refuge, Yuma Territorial Prison, Phoenix und schließlich der Apache Trail bis Tortilla Flat. Das reizvolle an der Tour sind die vielen kaum bekannten, aber dennoch sagenhaft schönen Landstriche, Parks und Wildnisse. Wer schon oft im Südwesten unterwegs war kann sich hier neue Anregungen holen und Gegenden kennenlernen, die in keinem Reiseprospekt und in kaum einem anderen Reisebericht vorkommen.

Wyatt Earp Days in Tombstone. Fotoquelle: (c) Silke Böhme

Alsdann, auf in den kaum bekannten Südwesten. Die Reise beginnt hier: http://www.westernladys-world.net/berichte/2009sw/2009_prolog.php.

“Back to Basic Tour 2009″

20. Juni 2009 von  
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Einen ganz hervorragend beschriebenen und vor allem bebilderten Reisebericht haben Frank Gayer und Birgit Schmierer von ihrer zweiten USA Reise in diesem Jahr veröffentlicht.

Freistehender Hoodoo neben der Cottonwood Cove in den South Coyote Buttes

Unter http://www.frankgayer.com/reiseberichte/2009-2/tour.php kann man die 19-tägige Reise nachverfolgen. Insgesamt 4.660 Kilometer weit führte sie von Las Vegas in zwei Schleifen zunächst nach Westen ins Death Valley um dann nach Osten in einem größeren Bogen zu Zion, Arches und Canyonlands. Dies sind aber nur die namhaften Nationalparks. Tatsächlich haben die beiden so gut wie alle sehenswerten kleineren Parks, Canyons, Steinbögen und Attraktionen in ihre Route integriert, die in der kurzen Zeit von Mitte April bis Anfang Mai Platz fanden.

Von Angels Landing aus hat man die perfekte Sicht auf den Zion Canyon

Im einzelnen sind dies: Las Vegas, Death Valley NP (Badwater, Devils Golf Course, Artist Drive, Zabriskie Point, 20 Mule Team Canyon, Dantes View, Golden Canyon, Titus Canyon, Racetrack, Uhebebe Crater, Sand Dunes), Rhyolite Ghosttown, Mosaic Canyon, Alabama Hills (Mobius Arch), Mono Lake Tufa State Reserve, Bodie Ghosttown, Little Finland, Zion NP (Angels Landing), Moab, La Sal Mountain Loop, Fisher Towers, Arches NP (Devils Garden Trailhead, Delicate Arch Trailhead), Canyonlands NP (Mesa Arch – Overlook, Shafer Trail), Monument Valley, Blue Canyon, Coalmine Canyon, Navajo Bridge, Horseshoe Bend, White House Trailhead, Sidestep Canyon, Rainbow Valley, Stud Horse Point, Edmaiers Secret, Toadstool Hoodos, Upper Antelope Canyon, Lower Antelope Canyon, Cottonwood Teepess sowie die Coyote Buttes South.

Der gut versteckte Mobius Arch in den Alabama Hills

Der nach Tagen aufgeteilte Bericht beschreibt diese chronologisch und lockert das Ganze mit professionellen und teilweise einzigartigen Bildern in mittlerer Auflösung auf. Auch einige Slideshows sind integriert. Jeder Tagesabschnitt wird zudem noch statistisch ausgewertet und auf einer Landkarte dargestellt. Ganz zum Schluss des Reiseberichts gibt neben dem persönlichen Fazit noch Bewertungen aller Hotels mit Fotos, was für alle Reiseplanenden sehr hilfreich ist. Auch die akurate Kostenaufstellung ist sehr praktisch. Insgesamt ist dies ein wirklich vorbildlicher Reisebericht, und es bleibt zu hoffen, dass noch viele weitere folgen werden.

Den Bericht kann man sich übrigens auch als PDF-Datei herunterladen, und auch die vorherigen 12 USA-Reisen sind bestens dokumentiert und nachlesbar.

“Mines mixed with a hint of red”

29. März 2009 von  
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Einen ganz außergewöhnlichen Reisebericht bieten Sandra und Klaus auf ihrer Seite http://www.canyonmurmel.de. Wer sich für stillgelegte Minen und Ghost Towns interessiert sollte sich den Bericht “Mines mixed with a hint of red” in jedem Fall ansehen.

Das ist nicht im Antelope Canyon sondern im Valley of Fire: Windstone Arch oder auch Firecave

Selbst wenn es nur darum geht, herauszufinden, welche dieser unüblichen Attraktionen vielleicht in der Nähe der eigenen Reiseroute liegt und daher einen Abstecher lohnt, verspricht der Bericht eine kurzweilige Lektüre und erlaubt einen Blick in abgelegene, von der Zeit vergessene Gegenden. Streckenweise werden jedoch auch unter den nicht auf Minen spezialisierten Besuchern bekannte Orte aufgesucht. 22 Tage dauerte die Reise der beiden insgesamt, 22 außergewöhnliche Tagesberichte mit teilweise wirklich atemberaubenden Fotos sind auf Ihrer Webseite nachzulesen.

In Denver startet die Rundreise und geht über Frisco nach Carbondale und Green River. Der Canyonlands Nationalpark mit dem Shafer Trail und der Potash Road liegen ebenso auf der Strecke wie Moab. Die Gegend zwischen Moab und Hanksville bildet einen Schwerpunkt der Reise. Mit dem Secret Spire, Long Canyon, Mineral Bottom, Gemini Bridges, der Onion Creek Road und der Castle Valley Road liegen wurden Ziele angesteuert, die der normale Tourist selten zu Gesicht bekommt. Weiter geht es Richtung Cedar City, dem Zion Nationalpark und Mesquite. Das Valley of Fire, Las Vegas und Death Valley sind wiederum Gegenden, die allgemein bekannt sein dürften. Aber auch dort gibt es immer wieder Abstecher zu längst verlassenen Minen und Geisterstädten. Stovepipe Wells, Beatty und Tonopah bilden die westlichsten Orte der Reise ehe es wieder zurück nach Denver geht.

Minen rund um die Ghosttown Goldfield

Zu sehen und zu lesen gibt es eine ganze Menge. Von einem Geysir, der plötzlich ausbricht, den Steinkobolden im Goblin Valley über waghalsige Klettereien in alten Bergwerksanlagen bis zu einem Flugzeugwrack und einer Reifenpanne auf der letzten Gravelroad. Es ist eine Reise, deren Schwerpunkt deutlich anders gesetzt ist. Sie wandeln auf den Spuren der einstigen Pioniere, stöbern in der Vergangenheit des Wilden Westens und zeigen uns Orte, die ein Tourist normalerweise nicht zu Gesicht bekommt. Und das bei dem allerbesten Wetter – sieht man mal von dem Schneesturm hinter dem Bryce Canyon ab. Was will man mehr.

“Goodbye God, I’m going to Bodie!”

21. Oktober 2008 von  
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James Stuart Cain Haus, <a  href=Bodie” width=”300″ height=”169″ />Die Ghosttown Bodie ist das Thema der neuesten Reisereportage auf Westküste USA. Bodie kann man jedoch nicht einfach so beschreiben. Die Stadt stellt ist eine markante und zugleich wichtige Episode der ohnehin kurzen Geschichte des amerikanischen Südwestens dar, und kaum irgendwo sonst kann man diese Geschichte so hautnah erleben wie in der Kulisse dieser einst blühenden Bergarbeiterstadt in den Hügeln oberhalb des Mono Lakes. Auch heute versprüht der Ort noch den derben Charme des Wilden Westens; vor allem, weil er so fluchtartig verlassen wurde und alles noch in einem recht guten Zustand ist.

Neben einer Schilderung der nur wenige Jahrzehnte dauernden Geschichte des Ortes wird ein Rundgang durch die teils verfallenen, teils gut erhaltenen Gebäude beschrieben, deren frühere Nutzung erklärt und die ein oder andere Anekdote erzählt. 59 imposante Fotos des State Historic Parks (wie links das James Stuart Cain Haus) zieren den Bericht, zu denen auch viele Innenaufnahmen gehören. Als Besonderheit ist eine interaktive Landkarte von Wikimapia hinterlegt, auf der man sich die Lage der einzelnen Häuser genau ansehen kann. Dort sind zudem alle Gebäude dargestellt – also auch die, die nicht im Reisebericht beschrieben sind.

Wer in den Sommermonaten in der Gegend des Mono Lake ist sollte sich diese Ghosttown nicht entgehen lassen. Wer im Winter reist oder eine andere Reiseroute hat kann immerhin in dem Bericht einen Eindruck gewinnen, was ihn erwarten würde.

Desert Silence

28. September 2008 von  
Abgelegt unter Reiseberichte, Westernlady's World

Silke (Westernlady) hat ihren neuesten Reisebericht, “Desert Silence“, fertiggestellt.

Unterwegs auf der Castle Hot Springs Road

Unterwegs auf der Castle Hot Springs Road

Die 19-tägige Tour führte sie von Las Vegas aus in süd-östliche Richtung quer durch die Wüstenlandschaften Arizonas und zu den bekannten Nationalparks in Süd-Utah. Es ist eine sehr naturverbundene Tour durch die einsame und landschaftlich sehr reizvolle Gegend, mit zahlreichen Gravelroads, Ghosttowns und Canyons. Der Name ist gut gewählt und hält was er verspricht: es ist eine Tour abseits der Highways und Großstädte; etwas für wahre Wildwest-Pioniere. Die erste Station nach Las Vegas war die Geisterstadt Chloride. Via Kingman ging es durch zunehmend schöner werdende Landschaften mit Kakteen und Felsen zum Kaiser Spring Canyon und zum Watson Lake bis Prescott. Nach Besichtigung der Vulture Mine, einer verlassenen Bergbausiedlung, fuhr Silke über die Castle Hot Springs Road quasi querfeldein bis nach Phoenix.

Die kleine und beschauliche Geisterstadt Goldfield

Die kleine und beschauliche Geisterstadt Goldfield

Es folgte ein Loop über den berühmten Apache Trail, mit Stopps an der Ghosttown Goldfield, dem Lost Dutchman State Park und dem Tonto National Monument, wo man Indianerbehausungen wie in Mesa Verde bewundern kann. Nach einem Abstecher zum Hewitt Canyon führte die Tour nach Ajo, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung des Organ Pipe Cactus National Monument. Hier wie auch im Saguaro National Park gab es in der Abgeschiedenheit der Wüste stattliche und wunderschöne Kakteen zu sehen. Es folgte ein Tag rund um Tuscon, und am nächsten Tag ging es über Phoenix nach Page, von sie Volker von lalasreisen.de traf und mit ihm den Stud Horse Point und die markanten White Rocks besichtigte.

Die Mission San Xavier del Bac bei Tucson

Die Mission San Xavier del Bac bei Tucson

Der nächste Tag stand im Zeichen der Wave und ihrer Umgebung – House Rock Valley Road, Coyote Buttes South, Paw Hole, White Pocket und Corral Valley – ehe es über White Mesa Bridge, Coal Mine Canyon und den mysteriösen Blue Canyon nach Chinle weiter ging. Nach so vielen wenig bekannten Orten folgten nun der Canyon de Chelly, das Monument Valley und sehr ausführlich der Arches Nationalpark und seine Umgebung sowie Canyonlands mit dem Dead Horse Point State Park. Über Capitol Reef und die schöne SR 12 fuhr Westernlady weiter nach Escalante und der Hole in the Rock Road, um dann über Bryce Canyon, Cedar Breaks, St. George und Valley of Fire wieder nach Las Vegas zurückzukehren.

Einzigartige Hoodoos am Stud Horse Point

Einzigartige Hoodoos am Stud Horse Point

Der Bericht ist lebendig und spannend beschrieben und macht unheimlich Spaß beim Lesen. Ich habe ihn verschlungen. Die Fotos zeigen die phantastische Landschaft bei tollem Wetter. Wer eine etwas andere Urlaubsroute “off the beaten tracks” sucht, sollte sich den Bericht genau durchlesen.