Bryce Canyon: Umstrittener Tagebau erhält Zulassung
8. August 2010 von Stefan Kremer
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Ein Kohle-Unternehmen hat am Dienstag einen Sieg errungen als ein staatlicher Ausschuss die Einwände mehrerer Naturschutzgruppen zurückwies, die behaupteten, ein geplanter Tagebau würde die Flüsse verschmutzen und den Bryce Canyon National Park mit Staub belasten.
Das Utah Board of Oil, Gas & Mining entschied, dass die Alton Coal Development LLC 440 acres privaten Lands für ein Projekt bei der Ortschaft Alton am südwestlichen Rand des Bryce Canyon National Park abbauen können, das später tausende acres von umliegendem National Forest in Süd-Utah umfassen soll. Alton Coal ersucht derzeit eine bundesstaatliche Zulassung, um das Projekt zu vergrößern.
Der Ausschuss hielt damit eine Entscheidung von letztem Oktober aufrecht, die zu dem Schluss kam, dass alle legalen und technischen Voraussetzungen zum Betrieb des Tagebaus erfüllt seien. Dieser Entschluss kam allerdings zustande, nachdem der Antragsteller kurz zuvor 10.000 Dollar an den republikanischen Gouverneur Gary Herbert als Unterstützung seiner Wahlkampagne gespendet hatte und beklagte, der Staat brauche zu lange für die Genehmigung des Projekts.
“Wir sind extrem zufrieden, dass der Ausschuss in dieser Sache auf unserer Seite war”, sagte John Baza, Direktor der Division of Oil, Gas & Mining. “Die Entscheidung bestätigt die monatelangen wissenschaftlichen Analysen.”
Vier Umweltschutzgruppen hatten Wissenschaftler engagiert, die die Genehmigung während Anhörungen an sechs Tagen von Januar bis Juni anfochten. Der Superintendent des Bryce Canyon National Parks – bekannt für seine reine Luft und die klaren Nachthimmel – wandte sich ebenfalls gegen den Tagebau.
Alton Coals Projektmanager, Chris McCourt, sagte in einem seltenen Statement seiner Firma, die Entscheidung des Ausschusses “werde es der Entwicklung erlauben, in einer umweltverträglichen Weise abzulaufen. Alton Coal lobt den Bundesstaat Utah, das Division und das Volunteer Board für ihre Sorgfalt und ihre unparteiische Abwägung. Die Bestätigung der Erlaubnis ist der Schlüssel zum Coal Hollow Project, das neue Jobs und wirtschaftliche Expansion in Utah bieten wird”, sagte McCourt.
Das Unternehmen, eine Gruppe von Investoren angeführt von James J. Wayland aus Naples, Florida, muss eine mehrere Millionen Dollar umfassende Bürgschaft hinterlegen, bevor mit dem Abbau begonnen werden kann.
Die Southern Utah Wilderness Alliance hat versprochen, den Fall wenn nötig bis vor Bundesgerichte zu bringen. Steve Bloch, Syndikusanwalt der Gruppe, sagte am Dienstag, er wolle erst die 29-seitige Entscheidung genau studieren bevor er über weitere Wiedersprüche entscheide. “Es ist unzweifelhaft, dass dies eine schlechte Nachricht für die Luft, das Wasser und die klaren Nachthimmel im Bryce Canyon National Park und den umliegenden Gemeinden ist”, fügte er hinzu.
Die Entscheidung bedrohe “eine der Kronjuwelen des Nationalparksystems genauso wie die lokale Konjunktur und die Luft- und Wasserqualität in Süd-Utah”, sagte Clair Jones vom Utah Sierra Club. “Der Alton Coal Tagebau würde die lokale Konjunktur zerstören um eine nicht nachhaltige, dreckige Energiequelle abzubauen, die Utahs Wasser und Luft kontaminiert.”
Es gab bisher keine direkte Reaktion des National Resources Defense Council und der National Park Conservation Association, die dem Projekt ebenfalls entgegenstehen.
Bobbi Bryant, Besitzer des Souvenir- und Kaffeegeschäfts “Bronco Bobbi’s” sagte, sie sei gegen den Tagebau weil dessen Betrieb täglich bis zu 300 Kohlelastwagen durch Panguitch fahren lassen würde. “Die Lautstärke und Abgase der LKWs werden die Anreise zum Bryce Canyon weniger angenehm und gefährlicher machen. Die meisten Geschäfts-, Restaurant- und Motelbesitzer – mich eingeschlossen – werden nicht mehr so viele Kunden haben, und wir könnten gezwungen sein, unser Geschäft zu schließen.”
Für den täglichen Kohleabtransport werden 43 Tonnen schwere LKW von Alton aus auf den Highway 89 fahren und dann nach Norden über Hatch und Panguitch zum US 20 und über Interstate 15 nach Cedar City fahren. Weitere 10 Meilen westlich soll eine Eisenbahnverladestelle errichtet werden.
Der U.S. Army Corps of Engineers hat Alton Coal im vergangenen Februar gebeten zu warten, bis ein unabhängiges Gutachten zur Auswirkung des Projekts auf das Feuchtgebiet vorliegt. Das Corps sagte, eine Zulassung des Bundes könnte nötig sein, und warnte das Unternehmen, nicht bereits ohne eine solche anzufangen.
Jason Gipson, Chef des Nevada-Utah Regulatory Branch des Corps, sagte am Dienstag, man bewerte derzeit das Projekt noch. Seine Mitarbeiter würden entscheiden, ob ein periodischer Bach, Feuchtwiesen und Quellen auf dem privaten Land, das Alton Coal für den Tagebau verwenden möchte, Feuchtgebiete darstellen, deren Beeinträchtigung eine bundesstaatliche Genehmigung erfordert.
Alton Coal hat scheinbar eine Schnellgenehmigung erhalten, nachdem das Unternehmen sich in einem Treffen mit Gouverneur Herbert beschwert hatte, die Regulierungsbehörde brauche zu lange für ihre Entscheidung. Das Unternehmen stelle den Antrag im Jahr 2005. Ein Vertreter des Unternehmens traf sich mit Herbert am 17. September 2009, dem gleichen Tag, an dem die Kampagne des republikanischen Gouverneurs eine Zuwendung in Höhe von 10.000 Dollar von dem Kohleunternehmen erhielt. Ein 33-seitiger Aktenvermerk der Utah Division of Oil, Gas and Mining besagt, das Ergebnis der Unterredung jenes Tages sei die Zusage einer unbürokratischen Schnellentscheidung der Regulierungsbehörde gewesen.
Priscilla Burton, eine Umweltwissenschaftlerin des Amtes, das den Aktenvermerk schrieb, notierte, die Regulierungsbehörde habe ein ganzes Jahr Zeit, eine Entscheidung zu fällen, entschied sich aber dazu, die Angelegenheit in zwei Monaten abzuwickeln. Ihre Vorgesetzten bestehen seither darauf, Burton habe sich hinsichtlich der Fristen vertan.
Quelle: http://www.deseretnews.com/article/700053343/Utah-board-upholds-strip-mine-near-Bryce-Canyon-National-Park.html?s_cid=rss-30 03.08.2010
Wahweap Overlook: Wegen Bauarbeiten geschlossen
11. Juli 2010 von Stefan Kremer
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Die Straße zum Wahweap Overlook wird noch bis Ende nächster Woche wegen Bauarbeiten geschlossen bleiben. Während dieser Zeit erhält sie ein neues Fundament sowie eine neue Asphaltdecke.
Wahweap Overlook befindet sich am Highway 89 zwischen der nördlichen und südlichen Wahweap Eingänge zum Glen Canyon. Der Ausblick vom Aussichtspunkt reicht vom Glen Canyon über die Wahweap Bay.

Wahweap Marina am Glen Canyon. Fotoquelle: Thomas
Die substanziell verbesserte Straße wird vermutlich frühestens Ende nächster Woche wieder öffnen. Die Baumaßnahme ist Teil eines größeren, parkweiten Projekts im Rahmen des American Recovery and Reinvestment Act. Es ist ein gemeinsames Vorhaben der Glen Canyon National Recreation Area und der Federal Highways Administration, um den Lebenszyklus der 42 Meilen Parkstraßen, Parkplätze und Haltebuchten zu verlängern.
Quelle: http://www.nps.gov/glca/parknews/wahweap-overlook-road-construction-closure.htm 08.07.2010
Flagstaff: Schultz Fire zu 50% eingedämmt
26. Juni 2010 von Stefan Kremer
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Im Kampf gegen das Schultz Fire nördlich von Flagstaff, Arizona hat die Feuerwehr nun die Oberhand gewonnen. Am Abend des 25.06.2010 waren 50 Prozent der Brandes unter Kontrolle. Eine Reihe von Brandschneisen haben das Feuer daran gehindert, sich der größten Stadt Nord-Arizonas weiter zu nähern. Aktiv brennt es noch an der nördliche, westlichen und südlichen Flanke in rund 4 Meilen Entfernung der Stadt. Highway 89 ist wieder für den Verkehr geöffnet. Es muss jedoch aufgrund der intensiven Nutzung durch Löschfahrzeuge und zahlreichen Schaulustigen mit zähfließendem Verkehr gerechnet werden.

Das Schultz Fire am 20.06.2010. Fotoquelle: Dona SWIMT / inciweb
Seit Ausbruch des Feuers am 20.06.2010 sind derzeit rund 15.000 acres Wildnis zum Opfer gefallen. 901 Feuerwehrleute mit 41 Löschfahrzeugen und 13 Wassertendern sind im Einsatz. Hilfe aus der Luft gibt es durch vier Löschflugzeuge und 7 Helikopter. Die Kosten für die Brandbekämpfung betragen bisher knapp 6 Millionen Dollar. Verletzte und Sachschäden gibt es keine. Dennoch war die Situation brenzlig. “Ich lebe hier seit 16 Jahren. Die Brände sind nie so nah gekommen”, sagte Rochelle Farrell, Verkäufer eines Geschäfts in der Innenstadt. “Es war beängstigend.”
Aufatmen könne man jedoch noch nicht, denn das Feuer habe noch großes Potential sich weiter auszudehnen, so die Sprecherin der Feuerwehrleitstelle, Brienne Magee. Gerade an der schwer zugänglichen westlichen Flanke sei die Brandbekämpfung schwierig. Zudem wird am Wochenende mit erneutem Windzuwachs gerechnet, was das weitere Anlegen von Brandschneisen unmöglich mache. Ein Zeitpunkt für die komplette Löschung des Wildfire könne daher nicht genannt werden.
Als Brandursache gilt nach Angaben der Behörden ein verlassenes Campfire. Der Verursacher ist jedoch noch nicht ermittelt. Es ist eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt.
Unterdessen sind die beiden anderen Waldbrände, das 280 acres umfassende Hardy Fire am südöstlichen Stadtrand sowie das 3.400 acres große Eagle Fire westlich von Flagstaff und nordöstlich von Williams, zu 90 Prozent unter Kontrolle.
Quelle: http://www.inciweb.org/incident/article/1996/10052/ 25.06.2010
Quelle: http://www.azcentral.com/arizonarepublic/local/articles/2010/06/25/20100625flagfire0625.html 25.06.2010
Flagstaff: Von Feuer eingeschlossen, Notstand ausgerufen
21. Juni 2010 von Stefan Kremer
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Die Bewohner von Flagstaff, Arizona sind durch Waldbrände, die die Stadt von drei Seiten einschließen, seit Sonntag Abend massiv in Bedrängnis geraten. Ein Highway wurde bereits geschlossen, umfangreiche Evakuierungen sind im Gange. Die Stadt und Coconino County haben den Notstand ausgerufen.
Ein 3.000 acre großes Feuer nördlich der Stadt (Schultz Fire) führte zur Schließung von Highway 89 zwischen Silver Saddle im Süden und Meile 433 im Norden. Ein weiteres Feuer brennt seit Samstag Nachmittag auf 600 acres südlich des Interstate 40 und führte zu vorübergehenden Evakuierungen und der Schließung des Little America Hotels. Die Evakuierungen in diesem Bereich wurden zwischenzeitlich wieder aufgehoben, da der Brand zu 25% gelöscht ist. Seit Sonntag Abend gibt es außerdem ein drittes Feuer westlich der Stadt bei Route 66 und Flag Ranch Road.
Die 300 Feuerwehrleute bilden derzeit Brandschneisen und versuchen, einzelne Brandherde zu löschen. Der Schutz der Gebäude hat oberste Priorität. Nach Angaben des Büros des Coconino County Sherriffs waren am frühen Sonntag noch keine Schäden an Häusern zu beklagen. Fünf Helikopter und acht Löschflugzeuge sind im Einsatz, doch Winde bis 35 mph fachen das Feuer immer wieder an. Seit Montag hat die Bundesregierung das Brandmanagement übernommen, was weitere Kräfte verfügbar macht.
Flagstaff ist zu allen Seiten von Wald umgeben.
Quelle: http://rwarn17588.wordpress.com/2010/06/20/wildfires-surround-much-of-flagstaff/ 21.06.2010
Quelle: http://www.firefightingnews.com/article.cfm?articleID=80581 21.06.2010
Zion: Ab Mai 2010 Wartezeiten am Mt. Carmel
27. Januar 2010 von Stefan Kremer
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Der Zion National Park gibt bekannt, dass ab Mai 2010 umfangreiche Straßenarbeiten am Mount Carmel Highway beginnen werden (wir berichteten vorab am 12.11.2008). Die Arbeiten werden am Abschnitt zwischen dem Mount Carmel Tunnel und der Kreuzung des Mount Carmel Highway mit dem Zion Canyon Scenic Drive (bekannt als The Switchbacks) stattfinden.

Switchbacks des Highway 9 bei Regen. Fotoquelle: Stefan Kremer
Der Zion – Mt. Carmel Highway wurde in den späten 1920ern mit einer Asphaltdecke und Leitplanken aus Felsblöcken errichtet und seither nicht weiter ausgebaut. Instabile Fundamente, schlechte Drainagen und die starke Nutzung haben die Straße so stark verschlechtert, dass nun umfangreiche Renovierungsmaßnahmen erforderlich sind.
Die Bauarbeiten werden Reisende auf dem Weg von Utah State Route 9 zum US Highway 89 betreffen. Wer den Park vom Südeingang betritt und nicht den Osteingang nutzt wird keine Beeinträchtigung erleben. Alle übrigen müssen mit Wartezeiten bis zu einer Stunde und mehr sowie Straßensperrungen rechnen. Genaue Angaben sind derzeit noch nicht verfügbar, aber Sperrungen werden voraussichtlich nur in den Abendstunden erforderlich. Die Straße wird überwiegend nur einspurig befahrbar sein. Alternative Routen von Springdale zum US Highway 89 wie die Utah State Route 59 von Hurricane, Utah zur Arizona State Route 389 und Fredonia, Arizona oder Utah State Route 14 von Cedar City, Utah nach Long Valley Junction sollten in Erwägung gezogen werden.
Quelle: http://www.nps.gov/zion/parknews/major-roadwork-will-occur-on-the-zion-mount-carmel-highway-in-2010.htm 25.01.2010
Lake Tahoe: Wintereinbruch
22. November 2009 von Stefan Kremer
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Ein Wintersturm hat dem Lake Tahoe 3 bis 8 inch Schnee auf Seelevel beschert. Dies führte zu Beschränkungen im Straßenverkehr. Auf Highway 28, Highway 50 und Highway 89 sind nach Auskunft des Nevada Department of Transportation Schneereifen oder Schneeketten erforderlich. Ausgenommen ist das Stadtgebiet von South Lake Tahoe. Fahrzeuge, die Highway 267 oder Interstate 80 westlich von Reno nutzen möchten, brauchen ebenfalls Schneeketten sofern sie nicht über 4-Radantrieb verfügen.
Quelle: http://www.tahoedailytribune.com/article/20091120/NEWS/911209988/1068&ParentProfile=1056 20.11.2009



