San Francisco: Rekordspende zum Umzug des Exploratoriums
14. März 2010 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens
Das Exploratorium, San Franciscos innovatives Wissenschaftsmuseum zum Mitmachen im Marina-Distrikt, hat von zwei anonymen Spendern insgesamt 90 Millionen Dollar erhalten, um den geplanten Umzug nach Pier 15 und Pier 17 vorzubereiten. Die Spenden stammen von prominenten Firmenchefs aus der High-Tech Industrie der Bay Area und stellen die größte Spende dar, die das Museum seit der Gründung 1969 erhalten hat, sagte George W. Cogan, Chairman des Exploratoriums board of directors. Sie wird helfen, den neuen dauerhaften Standort an den Piers zu errichten und außerdem das Lehrprogramm zu erweitern.

Im "alten" Exploratorium. Fotoquelle: Stefan Kremer
“Unsere Spender glauben stark daran, dass die notwendige internationale Konkurrenzfähigkeit in Wissenschaft und Technologie damit gefördert werden müsse, bei der Jugend Begeisterung für die Wissenschaften zu wecken”, so Cogan.
Das viele Millionen Dollar teure Bauprojekt hat alle bürokratischen Hürden genommen. Das Museum wird einen 66 Jahre gültigen Pachtvertrag mit der Port Commission abschließen. Beide Piers sind alt und in schlechtem Zustand, wie neuerliche Gutachten belegen. Der 127.000 square feet große Pier 15 wurde 1931 errichtet, Pier 17 entstand 1912 und umfasst 110.000 square feet. Experten schätzen die Kosten für die Renovierung der Piers auf 175 Millionen Dollar. Pier 15 wird zuerst repariert. Das Museum wird vermutlich 2012 umziehen.
Neuerliche Pläne, Pier 17 könnte das künftige Hauptquartier des America’s Cup Rennen werden, sollen nicht mehr weiterverfolgt werden, wird aus der Yachtszene berichtet.
Sobald das neue Exploratorium öffnet stellen die beiden Piers das größte Bauobjekt am Ufer der Stadt sein und den 2000 errichteten AT&T Park in dieser Rolle verdängen.
Quelle: http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/03/09/BARH1CBILB.DTL&feed=rss.bayarea 09.03.2010
Hoodoo You Two
4. November 2008 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Lal@'s Reisen, Reiseberichte
Ende Mai diesen Jahres fand sie statt, “Lalas” Fortsetzung seiner “Hoodoo You Do” Reise von 2004. 17 Tage lang Sand, Leitern, Ruinen, Badland, Hoodoos, Arches, Canyons und Valleys zwischen El Paso und Las Vegas. Durch vier Bundesstaaten ging die Hoodoo You Two-Tour. Dabei besuchte er in Texas El Paso, in New Mexico die glitzernde weiße Gipswüste White Sands, fuhr über Albuquerque zu den Kasha Katuwe Tent Rocks – zeltartigen Felsen im Peralta Canyon – und weiter nach Santa Fe. Richtung Los Alamos fahrend besuchte Volker zunächst das Bandelier National Monument mit dem Frijoles Canyon und Indianerbehausungen in den Tuffsteinhöhlen. In Los Alamos stand ein Besuch im Bradbury Science Museum auf dem Plan. Schließlich erreichte er Arizona und betrat das Navajo County mit seiner Hauptstadt Window Rock.
Von Chinle aus lag sowohl der Canyon de Chelly als auch verschiedene Arches wie Hope Arch und Big Eye Arch auf dem Routenplan, durch Zufall auch die Aztec Ruins. Es folgte ein Kernpunkt der Reise: die Bisti Wilderness mit ihren pilzartigen Hoodoos. Dann ging es über Four Corners zum Valley of the Gods, durch das Monument Valley zu dem durch seine Geheimhaltung in den USA-Foren nahezu mysteriösen Blue Canyon bis Tuba City. Dem Coal Mine Canyon stattete Volker ebenso einen Besuch ab wie dem White Mesa Arch und dem Eggshell Arch. Der letzte Abschnitt der Reise führte in die Gegend um Page, mit Besuchen der Wahweap Hoodoos, dem Stud Horse Point, den Coyote Buttes South, dem Horseshoe Bend, der White Pocket und dem Lower Antelope Canyon. Über Death Valley ging es zurück nach Las Vegas.
Wer Lalas einzigartigen Erzählstil noch nicht kennt sollte sich diesen ersten Absatz durchlesen.
“Abflug in Düsseldorf fast pünktlich um 9:55, Flugzeit nach Atlanta 9:14 Std. Ich saß wie immer auf Sitz 20 B am Notausgang mit angenehmer Beinfreiheit. Die Temperatur im Flugzeug war – wie bei Delta üblich – knapp über dem Gefrierpunkt, deshalb sind ausnahmsweise nicht meine wohlgeformten Knie, sondern eine lange Hose zu sehen. Neben mir saß ein Ami, der nach Hause flog und 96 “Kinder-Eggs” für die Geburtstagparty seiner beiden Gören bei hatte.
Erstaunlich, dass man sowas durch die Handgepäckkontrolle kriegt, das Zeug ist doch bestimmt ähnlich gefährlich wie Gel oder Shampoo.
Nach der Landung ließ ich mir viel Zeit, ging ganz langsam, besuchte die Resträume, um wieder ein Gefühl für amerikanisches Toilettenpapier zu bekommen und kam am Immigrationsrondell an, als die ersten Schalter an der anderen Seite geöffnet wurden. Wer es so macht, muss sich nicht in die lange Schlange stellen, in die man geschickt, wird wenn man früher da ist.
Die unfreundliche Immigration Offiziöse fragte mir noch mehr Löcher als gewöhnlich in die Socken. Nachdem sie die vielen USA-Einreisestempel in meinem Pass gesehen hatte, ging es los: Wann ich das letzte Mal im Land war, was mein Beruf ist, wieviel ich verdiene, wie viele $$$ ich mit habe, warum ich so oft in die USA komme, ob ich Verwandte im Land habe. Dann wollte sie mein Rückflugticket sehen. Papiertickets gibt es bekanntlich nicht mehr, ich gab ihr deshalb den Ausdruck meiner Reisebestätigung. Wo denn das Ticket wäre. Ich erklärte ihr, dass es sowas heutzutage nicht mehr gäbe und jeder mit E-Ticket fliegt, papierfrei. Sie sah mich nur verständnislos/gelangweilt an. Dann ging es endlich weiter. Linker Zeigefinger, rechter Zeigefinger, nicht in die Camera lächeln. Sie malte noch ein grosses A auf meine Zollerklärung und ich war im Land des unbegrenzten Blödsinns.
Der Koffer war mittlerweile schon da, beim Zoll wurde ich zur Agricultural Control geschickt, wie vor mir zwei weitere Leute, die ein A auf dem Schein hatten. Die Zollmieze dachte also, ich würde gefährliche, explosive Würste oder Früchte einschmuggeln. Das hochexplosive Shampoo und die brandgefährliche Sonnencreme wurden im Kommt mir irgendwie bekannt vor.Koffer akzeptiert, mittlerweile achte ich ja darauf, dass diese Sachen nicht im Handgepäck sind. Mir war alles egal, ich hatte noch 4 1/2 Std. Zeit bis zum Weiterflug.”
Und wer immer noch nicht überzeugt ist, dass sich diese Lektüre wirklich lohnt, oder der doch lieber Fernsehschaut, dem sei der Film zur Reise anempfohlen:
Las Vegas: Mob Museum geplant
5. Oktober 2008 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens
Das Las Vegas Museum of Organized Crime and Law Enforcement wird im Frühjahr 2010 im Zentrum von Las Vegas öffnen. Er wird Süd-Nevadas schillernde Vergangenheit im Bereich des organisierten Verbrechens zeigen. Nach einer Umfrage unter Touristen entschied man sich für diese Thematik und hofft, damit das alte Stadtzentrum wieder mehr in den Mittelpunkt des Tourismus rücken zu können.
(Quelle, 04.10.2008)



