Bryce Canyon: Wall Street wieder geöffnet
28. Juli 2010 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens
Der beliebte Wall Street Abschnitt des Navajo Loop Trail im Bryce Canyon National Park, der nach einem Felssturz im April 2010 geschlossen werden musste, ist wieder geöffnet. Bautrupps haben in den letzten Wochen Felsen und Steine abtransportiert. Die Wall Street führt Besucher durch eine enge Schlucht zwischen hoch emporragenden Steinsäulen und Jahrhunderte alte Douglasien.

In der Wall Street. Fotoquelle: Brian Dunaway / wikipedia
Steinschläge sind Bestandteil der natürlichen geologischen Abläufe, die die farbenfrohen Steinsäulen – Hoodoos genannt – formen. Dieser Prozess ist als Frostsprengung bekannt. Wasser von Niederschlägen und Schnee dringt tagsüber in Felsspalten ein und friet dann in der Nacht. Der enorme Druck, der durch das sich beim Gefrieren ausdehnende Wasser entsteht, dehnt die Fugen auf und löst Steine heraus. In einer Höhenlage von 2.600 Metern erlebt der Bryce Canyon jedes Jahr rund 200 Tage mit einem Frost- und Tauzyklus.
Besucher seien daran erinnert, beim Abstieg des steilen Weges Wanderschuhe mit fester Sohle zu tragen. Steinschlag tritt in der Wall Street häufiger auf als in allen übrigen Abschnitten des Bryce Canyon und kann zu Verletzungen sogar mit Todesfolge führen. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Regen und kräftige Winde können solche Steinschläge auslösen. Dieser Risiken sollte man sich als Besucher bewußt sein. Die aktuellen Zustände der Wege kann man im Bryce Canyon Visitor Center nachfragen.
Quelle: http://www.nps.gov/brca/parknews/wallstreetopen.htm 23.07.2010
Bryce Canyon: Wall Street gesperrt
7. April 2010 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens
Die Wall Street Sektion des beliebten Navajo Loop Trail im Bryce Canyon National Park wurde wegen Steinschlags geschlossen. Zuletzt waren zwei Besucher von herabfallenden Felsen getroffen wurden, von denen einer die Größe eines Softballs hatte. Sie wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.

Der gesperrte Abschnitt des Navajo Loop Trails. Fotoquelle: NPS
Die Wall Street wird bis auf weiteres geschlossen bleiben. Sobald der Abschnitt wieder sicher ist werden die Parkmitarbeiter abwägen, ab wann der Weg wieder geöffnet werden kann. Besucher sollten sich am Visitor Center nach den aktuellen Bedingungen erkundigen.
Der andere Abschnitt des Navajo Loop Trail, bekannt als Two Bridges, bleibt derweil geöffnet. Besucher sollten aber auch hier auf Steinschlag und rutschigen Untergrund achten. Wandern geschieht auf eigene Gefahr. Über Two Bridges kann man den 3 Meilen langen Queens Garden / Navajo Loop Combination Trail gehen.
Dank des reichlichen Schneefalls in diesem Winter liegt der Schnee im Park noch 2 bis 3 feet hoch. Die Wege sind schneebedeckt, vereist und matschig. Wanderer sollten Wanderschuhe mit griffiger Sohle für den nötigen Halt tragen und Vorsicht an steilen Wegesabschnitten walten lassen.

Serpentinen des Navajo Loop Trails hinab zur Wall Street. Fotoquelle: Stefan Kremer
Steinschlag ist Teil der natürlichen geologischen Prozesse, durch die die farbenprächtigen Hoodoos (Steinsäulen) entstehen. Den Prozess nennt man Frostsprengung: Wasser von Regen und Schnee gelangt tagsüber in die Risse der Felsen und gefriert dann nachts. Durch die enorme Kraft, die beim Ausdehnen des gefrorenen Wassers entsteht, werden die Risse ausgedehnt und der Fels gelockert. In seiner Höhe von 2.600 Metern erlebt der Bryce Canyon im Schnitt an 200 Tagen diesen Frost- und Tauzyklus. Während dieser Zeit sind Schließungen von Wanderwegen keine Seltenheit. Im Mai 2006 ereignete sich in der Wall Street ein großer Felssturz, der auf rund 20 Meter Länge den Navajo Loop Trail 4,5 Meter hoch mit Geröll bedeckte. Das waren geschätzte 400 bis 500 Tonnen, wovon der größte Fels so groß wie ein Midsize Auto war. Die Wall Street wurde seinerzeit für über ein Jahr geschlossen bis Bauarbeiter einen neuen Weg um den Felssturz herum errichtet hatten.
Quelle: http://www.nps.gov/brca/parknews/rockfall2010.htm 01.04.2010



