USA 2010: Sonne, Strand, Steine, Steaks – und Sam Adams
29. Oktober 2010 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Reiseberichte, Westküste USA
Es ist vollbracht. Nach langem, zähem Ringen habe ich die Slideshow zu meinem diesjährigen USA-Urlaub endlich fertiggestellt. Trotz massivem Aussortieren sind von den über 5.500 mitgebrachten Fotos immer noch 492 Bilder in der Slideshow übrig geblieben. Da jedes Bild im Slideshowmodus 9 Sekunden lang eingeblendet wird (was Sinn macht, wenn man die Untertitel lesen und die Bilder, die im Slideshowmodus automatisch gezoomt oder verschoben werden, komplett sehen möchte) dauert die Präsentation 74 Minuten.
Man kann die Slideshow aber jederzeit stoppen oder per Hand weiterschalten – wobei allerdings die Zoomeffekte deaktiviert bleiben. Am besten schaltet Ihr vorher in dem kleinen Steuerungsmenü, das am oberen Bildrand einblendet, auf Vollbild, lehnt Euch zurück und startet den automatischen Ablauf.

Eines der Bilder: nach einem Thunderstorm im Monument Valley. Fotoquelle: Stefan Kremer
Das Spektakel findet Ihr auf http://www.westkueste-usa.de/2010/mn_Reiseroute.htm, wo Ihr auch die Route der gezeigten Reise als Landkarte sehen könnt. Für meine 2009er und 2007er Reise gibt es ähnliche Präsentationen, und zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten gibt es umfassende Informationen auf meiner Webseite westkueste-usa.de, die in den kommenden Monaten um die neuen Erlebnisse des 2010er Urlaubs ergänzt werden.
Und nun wünsche ich viel Spaß und einen schönen virtuellen Urlaub!!
Rainbow Bridge: 100 Jahre National Monument
25. Mai 2010 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens
Der National Park Service feiert das 100-jährige Jubiläum des Rainbow Bridge National Monument. Der natürliche Steinbogen in Süd-Utah (Spannweite: 82 Meter) wurde am 30.05.1910 von Präsident William Taft designiert. Mehr als 90.000 Menschen besuchen die Bridge jährlich. Ein Besuch setzte einst eine erhebliche Wanderung von Navajo Mountain aus voraus. Heutzutage kann die Rainbow Bridge bequem vom Boot auf dem Lake Powell aus betrachtet werden.

Die Rainbow Bridge ist ein Heligtum der Navajo-Indianer. Fotoquelle: BoNoMoJo / Wikipedia
Das 0,64 Quadratkilometer umfassende Monument wird von der Glen Canyon National Recreation Area verwaltet, die das Monument mit 4.855 qkm in Arizona und Utah umgibt. Die Recreation Area veranstaltet diese Woche eine Reihe von Programmen in ihrem Visitor Center in Page, um das Jubiläum zu feiern. Dazu zählen Workshops, Lektüren und Vorführungen von traditionellem Teppichknüpfen.
Quelle: http://www.deseretnews.com/article/700034940/Rainbow-Bridges-100th-anniversary.html?s_cid=rss-30 24.05.2010
Lake Powell: Sturm beschädigt 13 Boote
27. August 2009 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens
Am Nachmittag des 22.08.2009 hat ein schwerer Sturm, der vom National Weather Service nicht vorhergesehen wurde, den südlichen Teil des Lake Powell heimgesucht. Die lokale Wetterstation in Page erkannte den aufziehenden Sturm und konnte rechtzeitig über das marine band radio Warnungen aussenden. Der kurze, aber schwere Sturm setzte gegen 16:15 Uhr mit Windgeschwindigkeiten bis 54 mph und Wellenhöhen von sechs bis sieben feet in Wahweap und Padre Bay für 30 Minuten. Dreizehn Boote, darunter ein Hausboot, liefen auf Grund. Drei Boote des NPS und ein Boot der Utah State Parks Patrol erhielten Notrufe von 16 unterschiedlichen Gruppen, 19 Menschen wurden von verschiedenen Orten gerettet. Alle trugen Schwimmwesten, verletzt wurde niemand. Die meisten hatten es geschafft, ihr Boot ans Ufer oder in seichtes Gewässer zu manövrieren, konnten aber nicht weiterfahren weil sie durch den Sturm auf Grund gelaufen waren.
Quelle: http://www.nationalparkstraveler.com/2009/08/storm-glen-canyon-national-recreation-area-swamps-or-damages-more-dozen-boats4442 26.08.2009
Page: Castle Rock Cut wird ausgebaggert
14. Februar 2009 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens
Der künstliche Mäanderdurchbruch im Lake Powell direkt nördlich von Page, der Castle Rock Cut, wird ab nächster Woche vertieft. Wie der National Park Service bekannt gab wird die Gegend um den künstlichen Kanal abgesperrt und von Brown Brothers Construction of Loa, Utah ausgebaggert. Der derzeit und auch für die nahe Zukunft prognostizierte niedrige Wasserstand des Sees macht eine Vertiefung erforderlich. Zunächst werden 15.000 cubic yards Stein abgetragen, so dass die Kanalgrund auf 3.610 feet absinkt. In den kommenden Jahren wir je nach Wasserstand eine weitere Absenkung auf bis zu 3.580 feet vorgenommen.
Der Castle Rock Cut ist eine beliebte Abkürzung für Bootsfahrer auf dem Lake Powell. Er verkürzt den Weg um ungefahr 10 Meilen. Dies spart nicht nur Zeit und Benzin sondern bietet auch eine sicherere Verbindung zwischen den Marinas in der Glen Canyon National Recreation Area. Der Wasserstand im Sommer 2008 hat es erstmals in den letzten fünf Jahren erlaubt, den Castle Rock Cut zu öffnen. Im November 2008 wurde er wegen Niedrigwasser wieder geschlossen.
Quelle: http://www.nps.gov/glca/parknews/09-04.htm 12.02.2009
Horseshoe Bend – die wohl schönste Colorado-Schleife
10. Dezember 2008 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Canyon Trails, Reiseberichte
Auf dem kurzen, 15-minütigen Fußmarsch zum Horseshoe Bend bleibt dem Besucher diese wunderbare Schleife des Colorado Rivers zunächst völlig verborgen. Die Landschaft ist flach, mit einigen vereinzelten Felsen gespickt. Doch dann öffnet sich plötzlich vor einem eindrucksvoll die tiefe Schlucht des Flusses in ihrer vollen Pracht. Es ist eines der beliebtesten Fotomotive des Colorado überhaupt, und der Overlook erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Horseshoe Bend stellt somit neben dem weitaus bekannteren Antelope Canyon ein zweites, sehenswertes Naturziel dar, das bei einem Besuch in Page auf das Besuchsprogramm gehört.
Michael gibt in seiner neuesten Reportage außerdem einige Fototipps.
Hoodoo You Two
4. November 2008 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Lal@'s Reisen, Reiseberichte
Ende Mai diesen Jahres fand sie statt, “Lalas” Fortsetzung seiner “Hoodoo You Do” Reise von 2004. 17 Tage lang Sand, Leitern, Ruinen, Badland, Hoodoos, Arches, Canyons und Valleys zwischen El Paso und Las Vegas. Durch vier Bundesstaaten ging die Hoodoo You Two-Tour. Dabei besuchte er in Texas El Paso, in New Mexico die glitzernde weiße Gipswüste White Sands, fuhr über Albuquerque zu den Kasha Katuwe Tent Rocks – zeltartigen Felsen im Peralta Canyon – und weiter nach Santa Fe. Richtung Los Alamos fahrend besuchte Volker zunächst das Bandelier National Monument mit dem Frijoles Canyon und Indianerbehausungen in den Tuffsteinhöhlen. In Los Alamos stand ein Besuch im Bradbury Science Museum auf dem Plan. Schließlich erreichte er Arizona und betrat das Navajo County mit seiner Hauptstadt Window Rock.
Von Chinle aus lag sowohl der Canyon de Chelly als auch verschiedene Arches wie Hope Arch und Big Eye Arch auf dem Routenplan, durch Zufall auch die Aztec Ruins. Es folgte ein Kernpunkt der Reise: die Bisti Wilderness mit ihren pilzartigen Hoodoos. Dann ging es über Four Corners zum Valley of the Gods, durch das Monument Valley zu dem durch seine Geheimhaltung in den USA-Foren nahezu mysteriösen Blue Canyon bis Tuba City. Dem Coal Mine Canyon stattete Volker ebenso einen Besuch ab wie dem White Mesa Arch und dem Eggshell Arch. Der letzte Abschnitt der Reise führte in die Gegend um Page, mit Besuchen der Wahweap Hoodoos, dem Stud Horse Point, den Coyote Buttes South, dem Horseshoe Bend, der White Pocket und dem Lower Antelope Canyon. Über Death Valley ging es zurück nach Las Vegas.
Wer Lalas einzigartigen Erzählstil noch nicht kennt sollte sich diesen ersten Absatz durchlesen.
“Abflug in Düsseldorf fast pünktlich um 9:55, Flugzeit nach Atlanta 9:14 Std. Ich saß wie immer auf Sitz 20 B am Notausgang mit angenehmer Beinfreiheit. Die Temperatur im Flugzeug war – wie bei Delta üblich – knapp über dem Gefrierpunkt, deshalb sind ausnahmsweise nicht meine wohlgeformten Knie, sondern eine lange Hose zu sehen. Neben mir saß ein Ami, der nach Hause flog und 96 “Kinder-Eggs” für die Geburtstagparty seiner beiden Gören bei hatte.
Erstaunlich, dass man sowas durch die Handgepäckkontrolle kriegt, das Zeug ist doch bestimmt ähnlich gefährlich wie Gel oder Shampoo.
Nach der Landung ließ ich mir viel Zeit, ging ganz langsam, besuchte die Resträume, um wieder ein Gefühl für amerikanisches Toilettenpapier zu bekommen und kam am Immigrationsrondell an, als die ersten Schalter an der anderen Seite geöffnet wurden. Wer es so macht, muss sich nicht in die lange Schlange stellen, in die man geschickt, wird wenn man früher da ist.
Die unfreundliche Immigration Offiziöse fragte mir noch mehr Löcher als gewöhnlich in die Socken. Nachdem sie die vielen USA-Einreisestempel in meinem Pass gesehen hatte, ging es los: Wann ich das letzte Mal im Land war, was mein Beruf ist, wieviel ich verdiene, wie viele $$$ ich mit habe, warum ich so oft in die USA komme, ob ich Verwandte im Land habe. Dann wollte sie mein Rückflugticket sehen. Papiertickets gibt es bekanntlich nicht mehr, ich gab ihr deshalb den Ausdruck meiner Reisebestätigung. Wo denn das Ticket wäre. Ich erklärte ihr, dass es sowas heutzutage nicht mehr gäbe und jeder mit E-Ticket fliegt, papierfrei. Sie sah mich nur verständnislos/gelangweilt an. Dann ging es endlich weiter. Linker Zeigefinger, rechter Zeigefinger, nicht in die Camera lächeln. Sie malte noch ein grosses A auf meine Zollerklärung und ich war im Land des unbegrenzten Blödsinns.
Der Koffer war mittlerweile schon da, beim Zoll wurde ich zur Agricultural Control geschickt, wie vor mir zwei weitere Leute, die ein A auf dem Schein hatten. Die Zollmieze dachte also, ich würde gefährliche, explosive Würste oder Früchte einschmuggeln. Das hochexplosive Shampoo und die brandgefährliche Sonnencreme wurden im Kommt mir irgendwie bekannt vor.Koffer akzeptiert, mittlerweile achte ich ja darauf, dass diese Sachen nicht im Handgepäck sind. Mir war alles egal, ich hatte noch 4 1/2 Std. Zeit bis zum Weiterflug.”
Und wer immer noch nicht überzeugt ist, dass sich diese Lektüre wirklich lohnt, oder der doch lieber Fernsehschaut, dem sei der Film zur Reise anempfohlen:
Desert Silence
28. September 2008 von Stefan Kremer
Abgelegt unter Reiseberichte, Westernlady's World
Silke (Westernlady) hat ihren neuesten Reisebericht, “Desert Silence“, fertiggestellt.

Unterwegs auf der Castle Hot Springs Road
Die 19-tägige Tour führte sie von Las Vegas aus in süd-östliche Richtung quer durch die Wüstenlandschaften Arizonas und zu den bekannten Nationalparks in Süd-Utah. Es ist eine sehr naturverbundene Tour durch die einsame und landschaftlich sehr reizvolle Gegend, mit zahlreichen Gravelroads, Ghosttowns und Canyons. Der Name ist gut gewählt und hält was er verspricht: es ist eine Tour abseits der Highways und Großstädte; etwas für wahre Wildwest-Pioniere. Die erste Station nach Las Vegas war die Geisterstadt Chloride. Via Kingman ging es durch zunehmend schöner werdende Landschaften mit Kakteen und Felsen zum Kaiser Spring Canyon und zum Watson Lake bis Prescott. Nach Besichtigung der Vulture Mine, einer verlassenen Bergbausiedlung, fuhr Silke über die Castle Hot Springs Road quasi querfeldein bis nach Phoenix.

Die kleine und beschauliche Geisterstadt Goldfield
Es folgte ein Loop über den berühmten Apache Trail, mit Stopps an der Ghosttown Goldfield, dem Lost Dutchman State Park und dem Tonto National Monument, wo man Indianerbehausungen wie in Mesa Verde bewundern kann. Nach einem Abstecher zum Hewitt Canyon führte die Tour nach Ajo, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung des Organ Pipe Cactus National Monument. Hier wie auch im Saguaro National Park gab es in der Abgeschiedenheit der Wüste stattliche und wunderschöne Kakteen zu sehen. Es folgte ein Tag rund um Tuscon, und am nächsten Tag ging es über Phoenix nach Page, von sie Volker von lalasreisen.de traf und mit ihm den Stud Horse Point und die markanten White Rocks besichtigte.

Die Mission San Xavier del Bac bei Tucson
Der nächste Tag stand im Zeichen der Wave und ihrer Umgebung – House Rock Valley Road, Coyote Buttes South, Paw Hole, White Pocket und Corral Valley – ehe es über White Mesa Bridge, Coal Mine Canyon und den mysteriösen Blue Canyon nach Chinle weiter ging. Nach so vielen wenig bekannten Orten folgten nun der Canyon de Chelly, das Monument Valley und sehr ausführlich der Arches Nationalpark und seine Umgebung sowie Canyonlands mit dem Dead Horse Point State Park. Über Capitol Reef und die schöne SR 12 fuhr Westernlady weiter nach Escalante und der Hole in the Rock Road, um dann über Bryce Canyon, Cedar Breaks, St. George und Valley of Fire wieder nach Las Vegas zurückzukehren.

Einzigartige Hoodoos am Stud Horse Point
Der Bericht ist lebendig und spannend beschrieben und macht unheimlich Spaß beim Lesen. Ich habe ihn verschlungen. Die Fotos zeigen die phantastische Landschaft bei tollem Wetter. Wer eine etwas andere Urlaubsroute “off the beaten tracks” sucht, sollte sich den Bericht genau durchlesen.



