Yellowstone: Ölleck verseucht Yellowstone River

10. Juli 2011 von  
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Am 1. Juli hat sich am Yellowstone River in Montana ein Ölkatastrophe ereignet. Rund 1.000 Barrel Öl sind aus einer Pipeline der Exxon Mobil Corp. bei Laurel unterhalb des Yellowstone National Park in den Fluß ausgelaufen nachdem diese nach einer tagelangen Abschaltung wegen Hochwassers wieder in Betrieb genommen wurde.

Derzeit verhindert ein hoher Wasserstand und schnelle Abflussgeschwindigkeiten durch die Schneeschmelze die Schadensanalyse. Viele Stellen des Flusses sind nicht zugänglich. “Wir haben 99 Prozent des Ufers noch nicht begutachten können”, sagte Bob Gibson, ein Sprecher von Fish, Wildlife and Parks. “Wir können Angelplätze aufsuchen, aber wir können keine der Flussinseln, der Seitenarme und der seichten Gewässer erreichen.” Die Seitenarme, wo sich Fische und andere Wasserbewohner bei Hochwasser zurückziehen, sind das Gebiet, wo das meiste ausgelaufene Öl vermutet wird.

Yellowstone River im Hayden Valley. Foto: wikipedia

Auch die Säuberungsaktionen kommen kaum voran. Naturschutzorganisationen sagten am Samstag, sie hätten rund 30 Bereiche entlang des Flusses ausgemacht, wo sich entfernbares Öl befindet, aber sie könnten neun davon nicht erreichen. Die meisten dieser 30 Zonen befinden sich in einem 30-Meilen-Radius um die Auslaufstelle, wobei einzelne Ölteppiche bis zu 70 Meilen flussabwärts gesichtet wurden. Boote können im schnell fließenden Fluss nicht eingesetzt werden, lediglich im seichten Wasser. Ölverschmierte Vögel wurden nach Aussage der International Bird Rescue bisher nicht gesichtet.

Der Yellowstone River zählt zu den landschaftlich schönsten Flüsse im Westen der USA.

Quelle: http://www.greenfieldreporter.com/view/story/925415ae82f44ad1af6aa72e8867af16/MT–Oil-Spill-Yellowstone-River/ 09.07.2011

Aktuelle radioaktive Strahlung in den USA

16. März 2011 von  
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Die Auswirkungen der atomaren GAU in Japan auf den Westen der Vereinigten Staaten sind noch ungewiss. Um einen Überblick auf die Veränderungen in der Strahlenbelastung zu bekommen zeigen wir an dieser Stelle eine Grafik, die die aktuelle radioaktive Strahlenbelastung in den USA in cpm (Zerfälle pro Minute) zeigt. Die Daten, die auf den weitergeleiteten Messergebnissen verschiedener Geigerzähler beruhen, werden minütlich aktualisiert. Je nach Standort und Höhe der Messstation gibt es eine unterschiedliche Grundstrahlung, die zwischen 5 und 60 cpm liegen kann. Der Warnlevel liegt bei 126 cpm. Eingezeichnet sind alle Atomkraftwerke des Landes sowie die einzelnen Messstationen (gelbe und orange Kreise). Weiße Kreise bedeuten, dass dort derzeit Simulationen laufen, also keine echten Werte dargestellt sind.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags am 16.03.2011 um 11:06 Uhr betrug die Strahlung in San Francisco 21 cpm, in Arizona 19 cpm, in Vancouver 14 cpm und im Bundesstaat Washington 47 cpm. Colorado meldete 37 bzw. 25 cpm.

Aktuelle radioaktive Strahlung in den USA

Quelle: http://www.radiationnetwork.com/

Aktuelle radioaktive Strahlung in Tokyo

15. März 2011 von  
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Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Beitrag, der nur bedingt mit dem Südwesten der USA zu tun hat.

Der Super-Gau im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan ist offenbar unausweichlich, Radioaktivität ist bereits ausgetreten. Da hiervon unter Umständen aufgrund der vor Ort vorherrschenden Westwinde auch die USA – hier vornehmlich Alaska – betroffen sein können zeigen wir an dieser Stelle das Diagramm eines Geigerzählers, der die aktuellen Strahlungsmengen aufzeichnet. Die Grafik aktualisiert sich alle 10 Minuten. Die Maßeinheit ist cpm (Zerfälle pro Minute). Etwa 100 cpm entsprechen einem Mikrosievert. Ernstzunehmende Schäden treten ab etwa 0,2 Sievert auf. Eine genaue Liste mit den Einflüssen auf den menschlichen Körper gibt es auf http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenkrankheit.

Die normale Hintergrundstrahlung für Tokyo beträgt rund 20 cpm.

Aktuelle radioaktive Strahlung in Tokyo
(Zum Vergrößern das Bild anklicken)

Quelle: http://park30.wakwak.com/~weather/geiger_index.html

Bryce Canyon: Klage gegen Tagebau

10. Dezember 2010 von  
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Umweltschutzgruppen haben als letzten Versuch, den Bau eines 440 acre großen Kohlentagebaus in der Nähe des Bryce Canyon National Park zu verhindern, Klage vor dem Utah Supreme Court erhoben.

Utah’s Board of Oil, Gas and Mining hatte den Tagebau Ende November genehmigt. Beamte sagten, dass Alton Coal Development, die 2006 den ersten Antrag stellten, die korrekte Vorgehensweise hinsichtlich des Umweltschutzes befolgt habe, um die Erlaubnis zum Kohleabbau auf bundesstaatlichem Land am südlichen Ende des Nationalparks zu erhalten.

Ein Kohletagebau in unmittelbarer Nähe diese Juwels? Fotoquelle: Stefan Kremer

Gegner argumentieren, dass täglich 300 LKW über die Zugangsstraße durch Panguitch rollen werden, um die Kohle abzutransportieren. Außerdem werde durch den Tagebau und die Luftverschmutzung der majestätische Canyon abgewertet. “Die Entscheidung des Boards bringt ohne Zweifel eine der meistgeschätztesten Landschaften, den Bryce Canyon National Park, in Gefahr”, sagte Karen Hevel-Mingo vom National Parks Conservation Association. “Tausende Besucher kommen jedes Jahr zum Bryce um die klaren Nachthimmel und die wunderschönen Aussichten zu bewundern. Der Bryce Canyon National Park ist außerdem ein wichtiger Faktor für die lokale Wirtschaft.”

Zu den Klägern gehören der Sierra Club, die Southern Utah Wilderness Alliance und die National Parks Conservation Association.

Quelle: http://latimesblogs.latimes.com/greenspace/2010/12/bryce-canyon-coal-mine.html 09.12.2010

Kalifornien: Gefahr durch gesunkenen Öltanker?

3. September 2010 von  
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Wissenschaftler haben Sonaraufnahmen eines Schiffswracks vier Meilen vor der zentralen kalifornischen Küste ausgewertet, das 3,5 Millionen Gallonen Rohöl geladen hatte. Der amerikanische Tanker Montebello wurde am 23. Dezember 1941 von einem japanischen U-Boot torpediert und sank auf 900 feet Tiefe. Seitdem liegt das Wrack an dieser Stelle. Anfang August tauchte ein ferngesteuertes U-Boot des Monterey Bay Aquarium Research Institute zu dem Wrack hinab, um zwei Fragen zu klären: befindet sich das Öl immer noch an Bord, und wenn ja, kann es eine Bedrohung für die Küstenregion darstellen?

“Wir wollen kein Risiko eingehen”, sagte Stephen Edinger vom California Department of Fish and Game. “Wir haben die Initiative ergriffen um herauszubekommen, ob es eine Umweltbedrohung gibt. Sollte dies so sein versuchen wir zu verhindern, dass Öl austreten kann und die kalifornische Zentralküste verseucht.”

Das Schiff sank auf seinem Weg nach Vancouver nahe San Simeon und Cambria in einer wundervollen Region mit einer reichhaltigen Meeresfauna. Neben dem Rohöl waren noch 104.034 Gallonen Treibstoff an Bord.

Obschon der Lageplatz des Wracks gut bekannt ist und schon früher erkundet wurde diente die Expedition im August mit einem ferngesteuerten U-Boot der Ermittlung neuer Informationen über das Schiff und seine Ladung.

Drei verschiedene Sonartechniken erstellten dreidimensionale Bilder des Schiffs und des Meeresgrunds. Die Daten wurden von Wissenschaftlern an Bord des Forschungsschiffs Zephyr und in einem Labor an Land analysiert. Dies ist ein langsamer und sorgfältiger Prozess, der noch weitere Tauchfahrten erfordert.

Die Montebello, Baujahr 1921. Fotoquelle: NOAA

1996 unternahm Jack Hunter, ein Unterwasserarchäologe von Caltrans, in einem Zwei-Mann-U-Boot eine Tauchfahrt hinab zur Montebello. Er sah “eine große graue Wand aus der Dunkelheit auftauchen”. Die Montebello saß aufrecht auf dem Meeresgrund “als läge sie im Dock”, so Hunter. Er betrachtete die Sonarbilder der aktuellen Expedition und glaubt, dass sich das Rohöl noch an Bord befindet. Er macht sich Sorgen, dass das Wrack seit seinem Besuch vor 14 Jahren weiter verrottet ist. “Die Strukturen des Schiffs sind noch intakt, aber sie könnten irgendwann zusammenbrechen.”

Der nächste Schritt, so die Wissenschaftler, ist es, den Zustand des Rohöls zu ermitteln. Rohöl kann in niedrigen Temperaturen zu einer dickflüssigen Masse erstarren. “Die Frage ist, ob das Öl, wenn es austritt, an die Oberfläche treibt oder am Meeresgrund bleibt. Niemand will hierzu eine Äußerung machen”, sagte Hunter. “Wir müssen abschätzen, welche Gefahr dies darstellt, und wir müssen beurteilen, wieviel Zeit noch verbleibt.”

Die Untersuchungen des Wracks wurden für diesen Sommer eingestellt und werden im nächsten Jahr fortgesetzt.

Quelle: http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/08/26/MN5L1F24VA.DTL 27.08.2010

Bryce Canyon: Umstrittener Tagebau erhält Zulassung

8. August 2010 von  
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Ein Kohle-Unternehmen hat am Dienstag einen Sieg errungen als ein staatlicher Ausschuss die Einwände mehrerer Naturschutzgruppen zurückwies, die behaupteten, ein geplanter Tagebau würde die Flüsse verschmutzen und den Bryce Canyon National Park mit Staub belasten.

Das Utah Board of Oil, Gas & Mining entschied, dass die Alton Coal Development LLC 440 acres privaten Lands für ein Projekt bei der Ortschaft Alton am südwestlichen Rand des Bryce Canyon National Park abbauen können, das später tausende acres von umliegendem National Forest in Süd-Utah umfassen soll. Alton Coal ersucht derzeit eine bundesstaatliche Zulassung, um das Projekt zu vergrößern.

Der Ausschuss hielt damit eine Entscheidung von letztem Oktober aufrecht, die zu dem Schluss kam, dass alle legalen und technischen Voraussetzungen zum Betrieb des Tagebaus erfüllt seien. Dieser Entschluss kam allerdings zustande, nachdem der Antragsteller kurz zuvor 10.000 Dollar an den republikanischen Gouverneur Gary Herbert als Unterstützung seiner Wahlkampagne gespendet hatte und beklagte, der Staat brauche zu lange für die Genehmigung des Projekts.

“Wir sind extrem zufrieden, dass der Ausschuss in dieser Sache auf unserer Seite war”, sagte John Baza, Direktor der Division of Oil, Gas & Mining. “Die Entscheidung bestätigt die monatelangen wissenschaftlichen Analysen.”

Vier Umweltschutzgruppen hatten Wissenschaftler engagiert, die die Genehmigung während Anhörungen an sechs Tagen von Januar bis Juni anfochten. Der Superintendent des Bryce Canyon National Parks – bekannt für seine reine Luft und die klaren Nachthimmel – wandte sich ebenfalls gegen den Tagebau.

Alton Coals Projektmanager, Chris McCourt, sagte in einem seltenen Statement seiner Firma, die Entscheidung des Ausschusses “werde es der Entwicklung erlauben, in einer umweltverträglichen Weise abzulaufen. Alton Coal lobt den Bundesstaat Utah, das Division und das Volunteer Board für ihre Sorgfalt und ihre unparteiische Abwägung. Die Bestätigung der Erlaubnis ist der Schlüssel zum Coal Hollow Project, das neue Jobs und wirtschaftliche Expansion in Utah bieten wird”, sagte McCourt.

Das Unternehmen, eine Gruppe von Investoren angeführt von James J. Wayland aus Naples, Florida, muss eine mehrere Millionen Dollar umfassende Bürgschaft hinterlegen, bevor mit dem Abbau begonnen werden kann.

Die Southern Utah Wilderness Alliance hat versprochen, den Fall wenn nötig bis vor Bundesgerichte zu bringen. Steve Bloch, Syndikusanwalt der Gruppe, sagte am Dienstag, er wolle erst die 29-seitige Entscheidung genau studieren bevor er über weitere Wiedersprüche entscheide. “Es ist unzweifelhaft, dass dies eine schlechte Nachricht für die Luft, das Wasser und die klaren Nachthimmel im Bryce Canyon National Park und den umliegenden Gemeinden ist”, fügte er hinzu.

Die Entscheidung bedrohe “eine der Kronjuwelen des Nationalparksystems genauso wie die lokale Konjunktur und die Luft- und Wasserqualität in Süd-Utah”, sagte Clair Jones vom Utah Sierra Club. “Der Alton Coal Tagebau würde die lokale Konjunktur zerstören um eine nicht nachhaltige, dreckige Energiequelle abzubauen, die Utahs Wasser und Luft kontaminiert.”

Es gab bisher keine direkte Reaktion des National Resources Defense Council und der National Park Conservation Association, die dem Projekt ebenfalls entgegenstehen.

Bobbi Bryant, Besitzer des Souvenir- und Kaffeegeschäfts “Bronco Bobbi’s” sagte, sie sei gegen den Tagebau weil dessen Betrieb täglich bis zu 300 Kohlelastwagen durch Panguitch fahren lassen würde. “Die Lautstärke und Abgase der LKWs werden die Anreise zum Bryce Canyon weniger angenehm und gefährlicher machen. Die meisten Geschäfts-, Restaurant- und Motelbesitzer – mich eingeschlossen – werden nicht mehr so viele Kunden haben, und wir könnten gezwungen sein, unser Geschäft zu schließen.”

Für den täglichen Kohleabtransport werden 43 Tonnen schwere LKW von Alton aus auf den Highway 89 fahren und dann nach Norden über Hatch und Panguitch zum US 20 und über Interstate 15 nach Cedar City fahren. Weitere 10 Meilen westlich soll eine Eisenbahnverladestelle errichtet werden.

Der U.S. Army Corps of Engineers hat Alton Coal im vergangenen Februar gebeten zu warten, bis ein unabhängiges Gutachten zur Auswirkung des Projekts auf das Feuchtgebiet vorliegt. Das Corps sagte, eine Zulassung des Bundes könnte nötig sein, und warnte das Unternehmen, nicht bereits ohne eine solche anzufangen.

Jason Gipson, Chef des Nevada-Utah Regulatory Branch des Corps, sagte am Dienstag, man bewerte derzeit das Projekt noch. Seine Mitarbeiter würden entscheiden, ob ein periodischer Bach, Feuchtwiesen und Quellen auf dem privaten Land, das Alton Coal für den Tagebau verwenden möchte, Feuchtgebiete darstellen, deren Beeinträchtigung eine bundesstaatliche Genehmigung erfordert.

Alton Coal hat scheinbar eine Schnellgenehmigung erhalten, nachdem das Unternehmen sich in einem Treffen mit Gouverneur Herbert beschwert hatte, die Regulierungsbehörde brauche zu lange für ihre Entscheidung. Das Unternehmen stelle den Antrag im Jahr 2005. Ein Vertreter des Unternehmens traf sich mit Herbert am 17. September 2009, dem gleichen Tag, an dem die Kampagne des republikanischen Gouverneurs eine Zuwendung in Höhe von 10.000 Dollar von dem Kohleunternehmen erhielt. Ein 33-seitiger Aktenvermerk der Utah Division of Oil, Gas and Mining besagt, das Ergebnis der Unterredung jenes Tages sei die Zusage einer unbürokratischen Schnellentscheidung der Regulierungsbehörde gewesen.

Priscilla Burton, eine Umweltwissenschaftlerin des Amtes, das den Aktenvermerk schrieb, notierte, die Regulierungsbehörde habe ein ganzes Jahr Zeit, eine Entscheidung zu fällen, entschied sich aber dazu, die Angelegenheit in zwei Monaten abzuwickeln. Ihre Vorgesetzten bestehen seither darauf, Burton habe sich hinsichtlich der Fristen vertan.

Quelle: http://www.deseretnews.com/article/700053343/Utah-board-upholds-strip-mine-near-Bryce-Canyon-National-Park.html?s_cid=rss-30 03.08.2010

Kalifornien: Keine Ölbohrungen vor der Küste

21. Mai 2010 von  
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Als Folge der verheerenden Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger kürzlich seine Unterstützung für neue Ölbohrungen vor der Küste von Santa Barbara County zurück gezogen. Noch wenige Tage vorher hatte die Verwaltung das T-Ridge Bohrprojekt unterstützt. Nach einer Besichtigung der Ereignisse im Golf von Mexico hätte der Gouverneur allerdings seine Meinung geändert.

“Alles was man im Fernsehen von der Katastrophe im Golf gesehen hat ist schlimm, und ich bin mir sicher, dass man diese Bohrungen dort ebenfalls für sicher gehalten hat.”, sagte Schwarzenegger in einer Pressekonferenz. “Ich sehe im Fernsehen die vom Öl verschmutzten Vögel, die Fischer ohne Arbeit, die massive Ölverschmutzung, die das Ökosystem zerstört. Das wird es hier in Kalifornien nicht geben. Daher ziehe ich meine Unterstützung für dieses Projekt zurück.”

Arguello Inc. Harvest Oil Platform rund 10 km vor der Küste Kaliforniens bei Point Conception. Fotoquelle: NASA

Das T-Ridge Projekt wäre nach vierzig Jahren die erste Bohrung vor der Küste von Kalifornien gewesen. Ursprüngliche Planungen sahen einen Zeitraum von 14 Jahren vor, in denen nach Öl gebohrt werden sollte.

Die Absage des Projektes hat auch Einfluss auf die finanzielle Situation des Staates Kalifornien. Bei einem Haushaltsdefizit von 20 Milliarden US-Dollar waren die jährlich prognostizierten Einnahmen von 100 Millionen Dollar ein wichtiger Posten.

“Wenn ich die Wahl habe zwischen den 100 Millionen Dollar Einnahmen und der Katastrophe im Golf von Mexiko, dann suche ich lieber nach einem Weg, die 100 Millionen zu ersetzen. Warum sollten wir dieses Risiko eingehen? Es wäre ein viel größeres Risiko als die 100 Millionen aus den Ölbohrungen”, so Schwarzenegger weiter.

Gegner des T-Ridge Projektes begrüßten die Entscheidung. Vertreter des T-Ridge Projektes waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Quelle: http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/05/03/BA1Q1D8SRP.DTL&feed=rss.bayarea 04.05.2010

San Francisco: Ölpest in der Bay

1. November 2009 von  
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Am Freitag sind mehrere hunderte Gallonen Heizöl von einem Tanker in die San Francisco Bay gelangt. Die Behörden haben das Fischen in Teilen der Bucht untersagt und die Bewohner aufgefordert, einige Strände der Stadt zu meiden. Bisher hat der Ölfilm die Strände noch nicht erreicht. Der entstandene Schaden kann derzeit noch nicht beurteilt werden. Nur einige ölverschmutzte Vögel sind bisher gefunden worden.

Um 6:48 Uhr hatte der unter panamaischer Flagge fahrende Tanker Dubai Star bei seiner Betankung etwa 2,5 Meilen südlich der Bay Bridge schweres Heizöl in die Bucht gespült. Ursprüngliche Schätzungen sprachen von einigen bis hin zu mehreren tausend Gallonen. Samstag Morgen grenzten Mitarbeiter der Küstenwache die Zahlen auf 400 bis 800 Gallonen ein. Als mögliche Ursache für den Zwischenfall wird ein mechanisches Versagen angesehen.

Das California Department of Fish and Garne sagte, das Verbot des Fischfangs würde solange in Kraft bleiben, bis Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsamtes den Grad der Kontamination ermessen könnten. Sie warnten außerdem vor dem Verzehr von Meeresfrüchten aus der betroffenen Region. “Der Schutz der Gesundheit ist unsere höchste Priorität”, sagte Joan Denton, Direktor der Office of Environmental Health Hazard Assessment, der Wissenschaftszweig der California Environmental Protection Agency. “Es ist empfehlenswert, bis auf weiteres jegliche Art von Fisch aus der ölverseuchten Region zu vermeiden.”

Die Behörde sagte, zu den geschlossenen Regionen gehöre die Alameda County shoreline zwischen der Bay Bridge und der San Mateo Bridge.

Der Unfall ereignete sich nur eine Woche vor dem zweijährigen Jahrestag des desaströsen Cosco Busan Zwischenfalls, bei dem mehr als 50.000 Gallonen Heizöl in die Bay gelangt waren. Tausende Vögel starben, zahlreiche Strände wurden verschmutzt. Damals wurden die Behörden kritisiert, weil sie nur wenig kommunikativ und sehr schleppend auf den Vorfall reagierten.

Einige Naturschutzorganisationen hinterfragten die Reaktionszeiten an diesem Freitag und sagten, es könne nicht sein, dass es vier Stunden dauere, bis die ersten Schwimmbarrieren um den Tanker gelegt seien. Bis Freitag abend war die Bay mit einem drei Meilen langen Ölfilm bedeckt. Die Küstenwache sagte, ihre Crews hätten so schnell und effektiv wie möglich reagiert. Die Notfall-Crews entsandten Patrouillenboote, Ölschöpfer, Hilfsboote und Hubschrauber in den Stunden nach der Ölkatastrophe und verteilten 11.000 feet an Schwimmbarrieren. Das Oiled Wildlife Care Network hat bisher nicht freiwillige Hilfskräfte angefordert, fordert die Öffentlichkeit aber auf, jegliche ölverschmutzte Tiere telefonisch unter (877) 823-6926 zu melden.

Quelle: http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2009/10/31/BAMD1ADEMI.DTL&feed=rss.bayarea 31.10.2009