Capitol Reef: Vandalen zur Rechenschaft gezogen

27. Februar 2012 von  
Abgelegt unter Newsticker des Südwestens

Im alten Wilden Westen bedurfte es bei der Jagd von Gesetzlosen der Fähigkeit, wortwörtlich die Spuren im Sand zu lesen. Nun hat ein Fall aus dem Capitol Reef National Park gezeigt, dass dies heute auch noch gilt, auch wenn die Spuren nun digitaler Art sind. Was war geschehen? Capitol Reef ist ein Ort, der bereits im Wilden Westen namhaften Banditen wie Butch Cassidy als Unterschlupf diente. Der Cassidy Arch trägt nicht umsonst diesen Namen. Die berüchtigten Gangster einschließlich Butch Cassidy, Matt Warner und Silvertip hinterließen ihre Namenszüge auf einer Felswand am Ende eines kurzen Weges, wo sich auch die ersten Pioniere der Gegend verewigten, was heute eine geschützte archäologische Stelle ist.

Das Pioneer Register im Capitol Reef. Foto: wikipedia

Im August 2010 entdeckten Parkranger, dass Vandalen mindestens acht neue Namen sowie das aktuelle Jahr an die Wände des Alkovens nahe der historischen Inschriften aufgetragen hatten. Die Verantwortlichen für solche Schmierereien zu finden ist üblicherweise sehr aufwändig und nahezu unmöglich. Aber in diesem Fall gelang es, durch gute Recherchearbeit wichtige Hinweise aufzudecken – jedoch nicht bei den Inschriften sondern bei Facebook.

Die Verantwortlichen Übeltäter veröffentlichten Informationen über eine neuerliche Familienzusammenkunft im Park an jener beliebten Stelle, und die Ranger waren in der Lage, den Verdacht durch diese digitale Fährte zu erhärten.

Nach Angaben einer Sprecherin des Parks übernahmen die Mitglieder der Gruppe, nachdem sie identifiziert werden konnten, die volle Verantwortung für ihre Tat. Sie zahlten 6.045 Dollar für die Entfernung ihrer Hinterlassenschaften gemäß des Park System Resource Protection Act. Diese wird im Laufe des Jahres durch professionelle Kräfte durchgeführt.

Quelle: http://www.nationalparkstraveler.com/2012/02/digital-tracks-help-rangers-solve-vandalism-case-capitol-reef-national-park9420 06.02.2012